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HandelskriegDas macht Trump mit den Märkten in Deutschland, USA und China

Wie schlägt sich Donald Trumps Handelspolitik in Zahlen nieder? Und welche Zölle gelten für wen? Das Handelsblatt zeigt, wie sich die Wirtschaft in den USA, China und Deutschland verändern.Haluka Maier-Borst 12.08.2025 - 08:54 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Präsident Donald Trump: Seine Politik bewegt die Märkte teils in extremem Maße. Foto: dpa

Berlin. Donald Trump will Amerika in ein neues goldenes Zeitalter führen. Erreichen will er das zum einen mit einem deutlich härteren Umgang vor allem mit zwei Handelspartnern: der EU und China. Zum anderen mit einer generell anderen Außenpolitik, wobei die Leitplanken meist unklar bleiben. Das Handelsblatt zeigt nun mögliche Auswirkungen dieser Politik auf den Handel in Daten und Studien.

Wie verhalten sich S&P 500, Dax und Shanghai Composite unter Trump?

Während die US-Märkte Donald Trumps Wahl zunächst positiv bewerteten, ist der Optimismus seit dem „Liberation Day“ passé. Der Rundumschlag beim Thema Zölle, zu dem der US-Präsident am 2. April ausgeholt hat, hat die weltweite Wahrnehmung von Trump verändert. Seither bestimmen die Sorgen vor einem Handelskrieg die Märkte in den USA, China und Deutschland – auch wenn es immer wieder Aufschübe der Zölle gibt.

Wie sich die drei Aktienindizes S&P 500, Dax und Shanghai Composite in Trumps Amtszeit entwickelt haben, sehen Sie hier.

Allerdings bilden die Indizes nur einen Teil der Wirtschaft ab. Außerdem sind die Firmen, die zu den Indizes gehören, zwar in China, den USA oder in Deutschland beheimatet. Einen großen Teil ihres Geschäfts machen sie aber woanders.

Ferner zeigen sich die Auswirkungen des „Liberation Day“ auch in einem anderen Bereich des Geldmarkts. Die sonst eher träge Rendite der US-Staatsanleihen bewegt sich unter Trump deutlich anders als in Regierungszeiten zuvor.

Welche Länder sollen welche Zölle in den USA zahlen?

Die Lage beim Thema Zölle ist und bleibt unübersichtlich. Das Handelsblatt nimmt darum die Angaben des „Tariff Tracker“ von ReedSmith und gleicht sie zusätzlich mit anderen Quellen ab. Diese Liste der Zölle und Gegenzölle beschränkt sich allerdings nur auf Handelspartner der USA, die mehr als ein Prozent der US-Importe ausgemacht haben.

Unabhängig vom Herkunftsland gelten zudem folgende Zölle für gewisse Waren beziehungsweise sind angedroht.

Wie entwickelt sich der Handel unter Trump?

Wie der Warenhandel sich verändert, ist nur mit einiger Verzögerung zu sehen. Das liegt daran, dass Handelsstatistiken zwar monatlich, aber oft mit zwei Monaten Abstand veröffentlicht werden.

Die aktuellsten Daten von der US-Statistikbehörde Census zeigen folgende Trends für die Exporte aus den USA nach China beziehungsweise die Importe aus China in die USA. Dabei zeigen wir immer den Trend für die auf Datenseite aktuellsten drei Monate.

Für Deutschland stellt sich die Lage etwas anders dar.

Eine mögliche, auf den ersten Blick überraschende Bewegung ist hierbei das „Front-Loading“. Das heißt, dass bei der Androhung von Zöllen mitunter Unternehmen noch vor dem Eintreten der Zölle versuchen, mehr Waren in ein Land zum niedrigeren Zollsatz zu importieren.

Umgekehrt kann das auch dazu führen, dass kurzfristig Warenströme einbrechen, obwohl ein angedrohter Zoll doch nicht eingeführt wird. Das lässt sich damit erklären, dass durch das Front-Loading vorab so viel eingeführt wurde, dass danach erst mal ein geringerer Importbedarf besteht.

Was Studien zu Trumps Handelskrieg sagen

Wie groß die weiteren Auswirkungen von Trumps Zöllen sind, ist schwierig zu erfassen. Viele Studien versuchen, zu einem Zeitpunkt abzuschätzen, wie einzelne Regionen oder Sektoren vom Handelskrieg betroffen sind. Allerdings werden diese Daten nicht aktualisiert.

Das Handelsblatt verweist darum hier mit Datumsangabe auf einzelne Studien, die umreißen, welche Bereiche der Industrie und welche Regionen in einem Handelskrieg besonders vulnerabel sind.

Welche deutschen Regionen besonders von Trumps Zöllen betroffen sein könnten (März 2025)

Eine Studie von Oxford Economics hat sich angeschaut, welche europäischen Regionen besonders von Trumps Handelspolitik betroffen sein könnten. Schwerpunkt der Studie war eine Analyse, in welchen Regionen besonders die Pharmaindustrie und die Autoindustrie einen großen Anteil am regionalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausmachen.

Für die Pharmabranche ist die Betroffenheit über Deutschland relativ gleichmäßig verteilt.

Bei der Automobilbranche dagegen zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle mit einer Ausnahme: die Region Braunschweig, zu der auch Wolfsburg zählt und somit VW.

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Erstpublikation: 13.05.2025, 11:47 Uhr.

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