Verteidigung: Norwegen kauft britische Fregatten für elf Milliarden Euro
Oslo. Die norwegische Regierung kauft für ihre Marine britische Fregatten. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Store sagte laut dem Sender NRK am Sonntag auf einer Pressekonferenz, sein Land plane den Kauf von fünf oder sechs Fregatten. Die Schiffe würden benötigt, weil Norwegen mit der „ernstesten Sicherheitslage seit dem Zweiten Weltkrieg“ konfrontiert sei.
Das britische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, dass der Deal einen Wert von zehn Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Euro) habe, während die norwegische Regierung keine genaue Summe nannte.
Auch Deutschland, Frankreich und die USA kamen im Wettbewerb um den Auftrag in die Endrunde, am Ende sei die Wahl jedoch auf Großbritannien gefallen, sagte Store. Beide Länder seien enge Verbündete mit gemeinsamen Interessen und sehr engen Beziehungen. Länder in Ost- und Nordeuropa sind seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 zunehmend besorgt um ihre Sicherheit.
Die britischen Fregatten vom Typ 26 wurden speziell für die Ortung, Verfolgung und Bekämpfung von U-Booten entwickelt. Dies sei auch eines der Hauptkriterien der Regierung für den Kauf gewesen, berichtete NRK.
Der Deal sieht vor, dass eine gemeinsame Flotte aus acht britischen und mindestens fünf norwegischen U-Boot-Abwehrfregatten in Nordeuropa operieren wird, um die Nordflanke der Nato zu stärken, so das britische Verteidigungsministerium. Zudem sollen dadurch 4000 Arbeitsplätze in Großbritannien gesichert werden – mehr als die Hälfte davon in den Werften von BAE Systems Plc in Glasgow.