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KonjunkturÖkonomen legen Zwölf-Punkte-Plan für Deutschland vor

Die führenden Institute sorgen mit einem ungewöhnlichen Schritt für Aufsehen. Ihre Gemeinschafts-Diagnose gerät in Teilen zu einer Abrechnung mit der Politik der Bundesregierung.Julian Olk 25.09.2025 - 15:01 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die Chefs der Gemeinschaftsdiagnose: Legten gezielte Strukturreformen vor. Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben eine Reihe von Vorschlägen präsentiert, um den Wirtschaftsstandort Deutschland aus der Wachstumskrise zu führen. Anlass war die Vorstellung der „Gemeinschaftsdiagnose“ am Donnerstag in Berlin, der gemeinsamen Konjunkturprognose des DIW Berlin, des Kiel-Instituts, des RWI Essen, des Ifo München und des IWH Halle im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.

Die Institute prognostizieren ein schwaches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im laufenden Jahr soll es nur um 0,2 Prozent wachsen. 2026 werde das BIP laut Prognose um 1,3 Prozent zulegen, 2027 um 1,4 Prozent. „Angesichts anhaltender struktureller Schwächen wird diese Dynamik allerdings nicht von Dauer sein“, sagte Geraldine Dany-Knedlik, DIW-Konjunkturchefin.

Der Grund: Die heimische Wirtschaft kommt zwar in Fahrt, das liegt aber vor allem an den hohen staatlichen Ausgaben für Infrastruktur und Rüstung, für die der Bund Rekordschulden aufnimmt. „Das kaschiert die strukturellen Schwächen des Standorts aber nur“, sagte Dany-Knedlik.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Plant viele Reformen. Foto: Michael Kappeler/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angesichts der Wachstumsschwäche einen „Herbst der Reformen“ angekündigt. Die Ökonominnen und Ökonomen sehen bis jetzt aber keine Ergebnisse, die etwas an dieser Strukturschwäche ändern würden. Sie machen deshalb nun selbst Vorschläge, wie sich das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft wieder steigern ließe.

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