Förderung:: Viele Digital-Health-Programme, wenig Bewerber
Acceleratoren bringen Digital-Health-Gründer mit anderen Start-ups und mit potenziellen Kunden zusammen. (Foto: IMAGO/Shotshop)
Foto: HandelsblattGerade hat Philip Mertes mit seinem Start-up Evocal Health das amerikanische Accelerator-Programm „PharmStars“ abgeschlossen, hinter dem unter anderem Pharmakonzerne wie Boehringer Ingelheim, Novo Nordisk oder Takeda stehen. „Für uns ist es sehr attraktiv, in Kontakt mit großen Pharmafirmen zu kommen“, sagt Mertes. Evocal ist erst 2020 gestartet – das Team sucht mit Künstlicher Intelligenz nach sogenannten vokalen Biomarkern, die aus der Stimme Hinweise auf Atemwegs- oder Herzkreislauferkrankungen geben können.
Die Auswahl der Accelerator-Programme war für Mertes aber nicht einfach. „Wir haben fast jeden Tag eine Einladung im Postfach – und in der Regel sagen wir Nein“, sagt er, „der Wettbewerb unter den Accelerator-Programmen ist enorm gestiegen.“
Die Programme sollen Kundenbeziehungen stärken und der Entwicklung des Start-ups einen Schub verleihen. In abgesteckten Zeiträumen, die sich meist über zwei bis drei Monate ziehen, werden jeweils Klassen an Start-ups durch ein festes Programm geschleust. Im Idealfall ermöglichen die Programme eine Abkürzung zu wichtigem Branchenwissen oder zu relevanten Ansprechpartnern. In manchen wird zudem noch etwas Startkapital oder Büroräume bereitgestellt. Viele der Acceleratoren werben damit, dass Alumni einem exklusiven Zirkel beitreten.