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Hafen in BaltimoreWie groß war diese Brücke – und wie wichtig? Kurz erklärt in fünf Karten und einer Grafik

Allein anderthalb Kilometer lang spannte sich die eingestürzte Francis Scott Key Bridge über Wasser. Wie sähe das im deutschen Maßstab aus? Ein visueller Vergleich.Haluka Maier-Borst, Christoph Schlautmann 27.03.2024 - 14:30 Uhr Artikel anhören
Wie groß ist die Francis Scott Key Bridge im Vergleichsmaßstab? Foto: Agentur Bloomberg/Collage

Berlin. Seit Dienstagnacht etwa 1.30 Uhr Ortszeit liegt eine der wichtigsten Brücken der USA zerstört im Wasser. Ein Containerschiff rammte die Francis Scott Key Bridge, die sich bisher über die Hafeneinfahrt von Baltimore spannte. Sechs Menschen, alles Bauarbeiter an der Brücke, gelten seitdem als vermisst und sind inzwischen wahrscheinlich tot.

2,7 Kilometer war die Brücke bisher lang, allein über anderthalb Kilometer ragte sie über Wasser. Sie trennte damit den inneren Hafenteil vom äußeren Hafenteil. Nur wie groß muss man sich das im deutschen Maßstab vorstellen?

Würde man die Brücke zum Beispiel nach Hamburg verlagern, würde sie sich von den Landungsbrücken aus bis weit in den Containerhafen spannen. Und das, wenn man nur den Teil der Brücke beachtet, der sich vormals über das Wasser, also die Hafeneinfahrt und Hafenausfahrt, spannte.

Geht man einmal auf den Maßstab der deutschen Hauptstadt, würde die Brücke vom Brandenburger Tor bis fast zum Alexanderplatz reichen.

Oder am Finanzmarktplatz Frankfurt wäre es ziemlich genau die Strecke vom Hauptbahnhof bis nach Sachsenhausen.

Neben der menschlichen Tragödie droht der Unfall aber nun auch, Folgen für die Weltwirtschaft zu haben. Der Hafen gilt unter anderem als einer der zentralen Umschlagsplätze der Autoindustrie.

Für den Moment ist allerdings noch nicht ganz klar, welche Firmen in welchem Maße betroffen sind. Volkswagen und BMW betreiben ihre Autoterminals vor der eingestürzten Brücke. Die eigenen Aktivitäten seien daher „nicht betroffen“, erklärte daher zum Beispiel ein VW-Sprecher.

Mercedes-Benz betreibt dagegen ein Terminal hinter der eingestürzten Brücke. Ähnlich könnte es bei den Firmen Amazon und Homedepot sein. Diese haben zwar prinzipiell ebenfalls ihre Anlagen im Teil, der vor der Brücke liegt. Sie sind aber auf die Containerterminals angewiesen, die im inneren Teil des Hafens liegen. Inwiefern diese Firmen zeitnah auf andere Häfen in der Umgebung ausweichen können, ist fraglich.

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Prinzipiell gibt es einige Alternativen an Häfen. Wie leicht sich aber ein Verlagern der Lieferketten nach dorthin umsetzen lässt, ist derzeit noch unklar.

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