Wirtschaft: Motel One wird in Deutschland von Premier Inn überholt
Düsseldorf. Als der börsennotierte britische Whitbread-Konzern 2016 sein erstes Premier-Inn-Hotel in Frankfurt eröffnete, war die Marke in Deutschland kaum bekannt. Die Hotelkette war zuvor in Großbritannien und Irland vertreten und erschien mit ein wenig Fantasie als Kopie von Motel One, dem Münchener Erfinder der „Budget Premium“-Übernachtungen: stylishes Foyer, standardisierte Unterkünfte zu moderaten Preisen, modernes Design – und wenig Schnickschnack.
Die Expansion blieb zunächst enttäuschend. Bis kurz vor dem Ausbruch der Coronapandemie brachte es die Kette in Deutschland gerade einmal auf drei Standorte – in ihrem Heimatmarkt kam sie auf etwa 850 Häuser. Doch nun muss der Konzepterfinder Motel One fürchten, im eigenen Land abgehängt zu werden.