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Bahntechnikkonzern Alstom kämpft mit Altlasten von Bombardier – und setzt sich neue Wachstumsziele

Der Alstom-Aktienwert ist am Dienstag um acht Prozent eingebrochen. Der Zughersteller zeigt sich aber überzeugt von der Übernahme des kanadischen Rivalen.
06.07.2021 - 12:24 Uhr Kommentieren
Ab Ende 2022 sollen 27 Wasserstoff-Fahrzeuge der Firma Alstom zwischen Frankfurt und dem Taunus im Einsatz sein. Quelle: dpa
Wasserstoffzug in Frankfurt Main

Ab Ende 2022 sollen 27 Wasserstoff-Fahrzeuge der Firma Alstom zwischen Frankfurt und dem Taunus im Einsatz sein.

(Foto: dpa)

Danzig, München Finanzielle Altlasten aus Projekten von Bombardier machen dem französischen Zughersteller Alstom nach der Übernahme des kanadischen Rivalen schwer zu schaffen. Investoren zeigten sich erschrocken, dass die „Stabilisierung herausfordernder Projekte“ von Bombardier allein in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs 2021/22 (Ende März) zu einem Mittelabfluss von 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro führen werde.

Auch im Gesamtjahr werde der Free Cash-flow trotz einer steigenden Zahl von Auslieferungen noch deutlich negativ ausfallen, räumte Alstom vor einem Investorentag am Dienstag ein. Es werde zwei bis drei Jahre dauern, bis man alle Altlasten von Bombardier im Griff habe. Alstom hatte bereits mehr als eine Milliarde Euro auf Bombardier-Großprojekte abgeschrieben. Die Alstom-Aktie brach am Dienstag an der Pariser Börse um bis zu acht Prozent ein, so stark wie nie seit März 2020.

Der Bahntechnikkonzern hat sich auch neue Wachstumsziele gesetzt. Bis zum Geschäftsjahr 2024/25 soll der Umsatz im Schnitt um 5 Prozent jährlich steigen, auf Basis eines Auftragsbestandes von 74,5 Milliarden Euro. Damit wolle Alstom seinen Weltmarktanteil um fünf Prozent ausbauen. Die bereinigte operative Marge (Ebit) soll ab 2024/25 zwischen 8 und 10 Prozent betragen. Als Wachstumstreiber sehen die Franzosen insbesondere die Signaltechnik und das Dienstleistungsgeschäft.

Vorstandschef Henri Poupart-Lafarge zeigte sich von der 5,5 Milliarden Euro schweren Übernahme überzeugt. „Nach fünf Monaten sind wir sehr, sehr zufrieden mit der Integration. Wir hatten schon kommerzielle Erfolge (bei Ausschreibungen), die wir allein nicht gewonnen hätten.“ Allein im ersten Quartal (April bis Juni) habe der fusionierte Konzern Aufträge im Wert von sechs Milliarden Euro eingeheimst.

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    Alstom profitiert von Infrastruktur-Investitionen

    Alstom hatte sich Bombardier zugewandt, nachdem die geplante Fusion mit der Zug-Sparte von Siemens am Widerstand der EU-Wettbewerbsaufseher gescheitert war. Der Konzern steigt mit der Übernahme von Bombardier Transportation zum weltweit zweitgrößten Zughersteller nach der chinesischen CRRC auf.

    Durch den Zusammenschluss erzielt der Hersteller der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge künftig 70 Prozent seiner Umsätze in Nordamerika und Europa, zwei Regionen, die von hohen Investitionen der öffentlichen Hand in die Infrastruktur profitieren dürften. In Europa stärkt Alstom durch die Übernahme insbesondere das Geschäft in Deutschland.

    Das neue Unternehmen kommt nun rechnerisch auf einen Umsatz von rund 14 Milliarden Euro (2020/21) und rund 70.000 Beschäftigte. Konkurrent Siemens Mobility liegt mit einem Umsatz von 9,1 Milliarden Euro deutlich dahinter.

    Das Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende März) werde ein Übergangsjahr, in dem die Stabilisierung problematischer Bombardier-Projekte im Fokus stehe, hieß es. Alstom hatte im vergangenen Geschäftsjahr erheblich unter der Corona-Krise gelitten. Bestellungen, Umsatz und Gewinn waren deutlich zurückgegangen.

    Mehr: Wie der Zugverkehr aus der Cloud heraus gesteuert werden soll

    • dpa
    • rtr
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