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Elektrostrategie von Volkswagen Bei VW nimmt die Planung für Kleinwagen Formen an

Schon seit zwei Jahren kündigt Volkswagen den Bau eines Elektro-Kleinwagens an. 2023 soll er nun auf den Markt kommen, über den Umweg China.
29.11.2020 - 17:32 Uhr Kommentieren
Der ID.3 ist das erste rundum vollelektrische Auto von Volkswagen. Der ID.2 soll der kleinere Bruder als Kleinwagen werden, für rund 20.000 Euro. Quelle: dpa
Volkswagen plant den kleinen Bruder für den ID.3

Der ID.3 ist das erste rundum vollelektrische Auto von Volkswagen. Der ID.2 soll der kleinere Bruder als Kleinwagen werden, für rund 20.000 Euro.

(Foto: dpa)

Wolfsburg Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess ist im Konzern alles andere als unumstritten. Aber auch unter seinen Gegnern gibt es kaum Zweifel daran, dass Diess mit seinem klaren Elektrokurs vieles richtig gemacht hat. Mit dem neuen Elektrobaukasten MEB lassen sich Millionen von E-Autos vergleichsweise kostengünstig produzieren. Mehr als 70 verschiedene Modelle sollen in den nächsten Jahren an den Start gehen.

Im Modellportfolio gibt es derzeit allerdings eine Lücke: Es fehlt ein elektrischer Kleinwagen etwa im Format eines VW Polo. Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte der Wolfsburger Autokonzern das erste Mal angekündigt, dass es auf absehbare Zeit ein eigenes Angebot im Segment der E-Kleinwagen für etwa 20.000 Euro geben werde.

Doch die Planungen stockten, es ging intern hin und her. Erst sollte ein E-Kleinwagen im VW-Werk Emden gebaut werden, dann in der kostengünstigeren Volkswagen-Fabrik in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Jetzt nehmen die internen Planungen für den elektrischen Kleinwagen wieder konkretere Formen an: Es könnte ein chinesisch-spanisches Projekt werden.

Wie aus aktuellen VW-Plänen hervorgeht, könnte ein Kleinwagen frühestens 2023 auf den Markt kommen. Die Zeit drängt. Auch der US-Konkurrent Tesla arbeitet an einem kleinen vollelektrischen Fahrzeug. Tesla-Gründer Elon Musk hatte angekündigt, dass ein solches Auto erstmals in drei Jahren produziert werden soll.

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    Volkswagen setzt bei seinen Kleinwagenplanungen auf seinen neuen chinesischen Partner JAC, mit dessen Unterstützung die erste Vision des neuen Autos entstehen soll. Deshalb ist eine Fertigung zunächst auch nur in China vorgesehen.

    Spanische Regierung kämpft für die Seat-Fabrik

    Das Auto soll aber auch nach Europa exportiert werden. Analog zum ID.3, dem ersten VW-eigenen Elektroauto im Golf-Format, dürfte der neue Kleinwagen die Typenbezeichnung ID.2 bekommen. VW wollte sich zum Namen nicht äußern. In China soll außerdem eine zweite Variante unter der Marke Cupra produziert werden. Cupra ist die neue Submarke der spanischen Tochter Seat.

    Etwas später, voraussichtlich im Jahr 2025, soll der neue Kleinwagen auch in einem europäischen Werk gefertigt werden. Wie es dazu in Konzernkreisen heißt, gilt die Seat-Fabrik im spanischen Martorell bei Barcelona aktuell als Favorit. Die spanische Regierung bemühe sich intensiv darum, die Kleinwagenfertigung nach Katalonien zu holen. Der Grund: Die Regierung in Madrid wolle damit eine langfristige Bestandssicherung der Seat-Fabrik erreichen. Zwischen Volkswagen und spanischer Regierung gibt es Gespräche, verlautet dazu aus Wolfsburg.

    Um den neuen elektrischen Kleinwagen auch in Spanien produzieren zu können, sind staatliche Finanzhilfen wahrscheinlich unumgänglich. Denn Volkswagen könnte das Auto auch in Osteuropa produzieren, wo die Lohnkosten noch deutlich niedriger sind. Die spanischen Löhne hatten sich in den vergangenen Jahren immer stärker dem höheren deutschen Niveau angepasst.

    Wegen der hohen Kosten für die Batterie ist es für alle Autohersteller gleichermaßen schwierig, ein Elektroauto für rund 20.000 Euro zu produzieren. Etwa die Hälfte der Beschaffungs- und Produktionskosten entfällt auf die Batterie. Deshalb soll die Batterie im gemeinsamen VW-JAC-Kleinwagenprojekt abgespeckt werden. Volkswagen will als Grundstoff Eisenphosphat benutzen und nicht die teurere Lithium-Ionen-Variante. Die Reichweite soll nur etwa 200 Kilometer betragen. Der geplante elektrische Kleinwagen ist vor allem als Stadtauto gedacht.

    Mehr: E wie Erwartungshaltung – der VW ID.3 im Handelsblatt-Autotest

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