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AutobauerVolkswagen-Chefstratege Michael Jost verlässt den Konzern

Der Manager gilt als einer der Antreiber für den Wandel des Autobauers zur Elektromobilität. Als sein Nachfolger ist Gernot Döllner im Gespräch. 10.03.2021 - 11:56 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Von ihm stammt die Ankündigung, dass Volkswagen 2026 die letzte Plattform für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auflegen werde.

Foto: Uta Wagner für Handelsblatt

Hamburg. Volkswagens-Chef Herbert Diess verliert seinen Chefstrategen. Michael Jost, der zuletzt für die Produktstrategie des Konzerns verantwortlich war und als einer der Antreiber für den Wechsel des Wolfsburger Autobauers in die Elektromobilität und selbstfahrende Autos galt, kündigte den Schritt auf seiner Internetseite selbst an – mit einem Augenzwinkern: „Jetzt heißt es für mich: Time for Change. Seit 1996 führe ich eine Wochenend-Ehe und -Familie. Nun hat mich Corona nach Hause gebracht, und wir haben festgestellt, dass wir zusammen leben können.“

Eine mit den Vorgängen bei VW vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters zuvor gesagt, Jost habe den Vorstand am Dienstag informiert.

Als sein Nachfolger ist Unternehmenskreisen zufolge Gernot Döllner im Gespräch, der bislang bei Porsche die Baureihe Panamera leitet. Das „Manager-Magazin“ berichtete online, Jost werde das Unternehmen verlassen, sobald er seinen Nachfolger eingearbeitet habe. Volkswagen äußerte sich nicht.

Jost hat bereits ein neues Projekt. „Nach SmartCars kommen nun SmartBoats, eine nautische Passion, der ich mich gemeinsam mit der Familie widmen werde“, kündigte er an. Der umtriebige Manager will sich um die Entwicklung von klimaschonenden Luxus-Yachten kümmern. Dafür hat er sich mit der Firma Silent Yachts zusammengetan, die Katamarane mit Solarantrieb anbietet.

Jost war seit Ende 2015 für die Strategie der Hauptmarke VW zuständig und ab Juli 2018 für den gesamten Konzern. Er entwickelte den Plan, die Elektromobilität weltweit auszurollen und die Werke dafür umzubauen. 2018 schob er die Strategie für sogenannte Smart Cars an, mit der die Marke VW unter dem Projektnamen „Trinity“ ab 2026 selbstfahrende Autos massentauglich machen will. Von ihm stammt auch die Ankündigung, dass Volkswagen 2026 die letzte Plattform für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auflegen werde.

rtr
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