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FondsgesellschaftUnion Investment erwartet weitere Dax-Gewinne

Das drittgrößte deutsche Fondshaus setzt auf weitere geldpolitische Unterstützung für den Aktienmarkt. Die Nachfrage nach nachhaltigen Investments wächst rasant.Ingo Narat 18.02.2021 - 15:29 Uhr Artikel anhören

Der Vorstandsvorsitzende von Union Investment berichtet von einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach nachhaltige Investments.

Foto: Union Investment

Frankfurt. Am deutschen Aktienmarkt wird es weiter aufwärtsgehen – zumindest wenn es nach Jens Wilhelm geht. Der Vorstand Portfoliomanagement und Immobilien bei Union Investment rechnet bis zum Jahresende mit einem Dax-Anstieg auf 14.700 Punkte.

Auf der Jahrespressekonferenz der drittgrößten deutschen Fondsgesellschaft an diesemm Donnerstag riet er: „Aktien sind eine vorausschauende Anlageklasse und nehmen die Überwindung der Pandemie vorweg. Daher gilt es für Investoren, nicht zu spät auf den Zug aufzuspringen.“

Das Gros der Gewinne erwartet Wilhelm vom Fondshaus des genossenschaftlichen Bankenverbunds im ersten Halbjahr. „Die Berichtssaison hat gezeigt, dass viele Unternehmen gut durch die Krise gekommen sind. Im Jahr 2021 dürften die Gewinne deutlicher anziehen“, meint Wilhelm.

Auch daher erscheint die erwähnte Prognose bei einem aktuellen Dax-Stand von knapp unter 14.000 Zählern eher zurückhaltend. Im Börsentief im März vergangenen Jahres war der Index unter die Marke von 9000 Punkten gefallen.

Wilhelm stützt seine Erwartung auf den Mix aus expansiver Ausgabenpolitik der Regierungen und lockerer Geldpolitik. „Ein Zurückfahren der geldpolitischen Unterstützung steht zunächst nicht auf der Agenda“, ist der Stratege überzeugt.

Das gilt aus seiner Sicht selbst bei einer möglicherweise höheren Geldentwertung. Wilhelm glaubt: „Es hat bei den Währungshütern ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Dadurch dürfte die Geldpolitik locker bleiben, auch wenn sich Hinweise auf eine höhere Inflation abzeichnen sollten.“ Es komme hinzu, dass die Bereitschaft der Regierungen zu deutlich mehr Schulden in der Zeit nach Corona Bestand haben werde.

Nachhaltigkeit ein Topthema

Als wichtiges Thema im Anlegergeschäft gelten nachhaltige Investments. Das Volumen stieg laut Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bis Ende 2020 auf 61 Milliarden Euro. Rechne man alle Gelder zusammen, die nach ESG-Kriterien gemanagt würden, seien es 278 Milliarden Euro.

Gerade bei privaten Kunden sei die Nachfrage nach nachhaltigen Angeboten „sprunghaft angestiegen“. Laut Reinke beträgt der Anteil nachhaltiger Fonds am Nettomittelaufkommen privater Gelder inzwischen 55 Prozent. Vor zwei Jahren seien es erst neun Prozent gewesen. Den Trend bestätigen auch andere Anlagehäuser.

Für das abgelaufene Jahr benannte Reinke die gesamten Nettoinvestments für Union Investment auf 15,1 Milliarden Euro, von denen 8,8 Milliarden auf private Anleger entfallen seien. Das neue Jahr sei mit einem Plus von insgesamt 3,5 Milliarden Euro gut gestartet.

Vorübergehende Rückschläge möglich

Wilhelm sieht allerdings auch Risiken. Es könne durchaus vorübergehende Rückschläge geben. Mögliche Warnsignale könnten Rückschläge bei der Pandemiebekämpfung sein. Ein anderes Risiko seien denkbare Anzeichen für eine Einstellung der geldpolitischen Hilfen. Auch Probleme im Unternehmenssektor, etwa auf dem Markt für Hochzinsanleihen, seien mögliche Risikofelder. Wilhelm glaubt jedoch: „Diese Probleme sollten frühestens ab der zweiten Jahreshälfte eine Rolle spielen.“

Union Investment verwaltet nach eigenen Angaben 386 Milliarden Euro. Größtes deutsches Haus ist die DWS mit 793 Milliarden Euro. Es folgt Allianz Global Investors mit 546 Milliarden Euro. Die Deka liegt mit 323 Milliarden Euro, in denen auch das Zertifikategeschäft enthalten ist, hinter Union Investment.

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Bei den Nettozuflüssen in Publikumsfonds für das vergangene Jahr inklusive Januar 2021 ergibt sich nach Angaben des Finanzdatenanbieters Refinitiv eine etwas andere Reihenfolge. Bezogen auf den Absatzmarkt Europa führt die DWS mit 19,9 Milliarden Euro, gefolgt von Union Investment mit 8,9 Milliarden Euro, Allianz Global Investors mit 7,9 Milliarden Euro und der Deka mit 6,2 Milliarden Euro.

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