Saarland-Wahl: SPD erringt absolute Mehrheit – Grüne und FDP verpassen Einzug in den Landtag
Der Wahlerfolg der SPD ist klar ein Verdienst der Spitzenkandidatin.
Foto: ReutersBerlin. Die Ausgangslage für Tobias Hans war eigentlich ziemlich gut: Seit fünf Jahren und geschlagenen 13 Landtagswahlen wurde kein amtierender Regierungschef mehr abgewählt. Durch den Amtsbonus, so schien es, war der Amtsinhaber zuletzt unschlagbar. Bis zu diesem Sonntag im Saarland. Bis SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger Amtsinhaber CDU-Ministerpräsident Tobias Hans eine derbe Niederlage zufügte. „Das Saarland hat Rot gewählt“, jubelte Rehlinger.
Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kam die SPD am Sonntag auf 43,5 Prozent, wie auf der Internetseite der Landeswahlleiterin nach Auszählung aller Wahlkreisergebnisse ersichtlich war. Einen Koalitionspartner benötigt die SPD nicht. Sie kommt auf 29 der 51 Landtagsmandate. Die CDU erzielte 28,5 Prozent, ebenfalls in den Landtag kam nur die AfD mit 5,7 Prozent.
An der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten die Grünen mit 4,99502 Prozent, FDP mit 4,8 Prozent und die Linke mit 2,6 Prozent. Den Grünen fehlen dem vorläufigen Endergebnis nach 23 Stimmen, der FDP 1003, um in den Landtag einzuziehen.
Die Landeswahlleiterin verwies am Sonntagabend wegen des „knappen vorläufigen amtlichen Endergebnisses“ darauf, dass beim endgültigen Ergebnis noch Abweichungen möglich seien. Dies betreffe die Zahl der Wahlberechtigten, der Wählerinnen und Wähler sowie der gültigen und ungültigen Stimmen, aber auch die Sitzverteilung im Landtag. Würden die Grünen den Einzug in den Landtag doch noch schaffen, würde dies aber aller Voraussicht nach nichts an der absoluten Mehrheit der SPD ändern.