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KonjunkturUS-Erzeugerpreise steigen weniger stark als erwartet – Inflationsdruck ebbt etwas ab

Nach den Verbraucherpreisen gibt es auch bei den Erzeugerdaten im Oktober eine positive Überraschung. Die Daten sorgen für Erleichterung an den Börsen. 15.11.2022 - 15:24 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Aus den veröffentlichten Erzeugerpreise für Oktober lassen sich frühe Signale für die Entwicklung der Verbraucherpreise ablesen.

Foto: Reuters

Washington. Die Hinweise auf ein Abflauen der starken Inflation in den USA mehren sich. Nach den Verbraucher- stiegen auch die Erzeugerpreise im Oktober nicht mehr so stark. Sie legten um 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 8,3 Prozent gerechnet, nach abwärts revidiert 8,4 Prozent im September. Die Daten nährten unter Börsianern die Hoffnung, dass es die US-Notenbank Fed beim nächsten Zinserhöhungsschritt etwas langsamer angehen lassen wird.

Dax und EuroStoxx bauten am frühen Dienstagnachmittag ihre Gewinne aus und stiegen um jeweils etwa ein Prozent. Der Euro legte ebenfalls zu und kostete 1,0470 Dollar. Aus der Weltleitwährung zogen sich Investoren dagegen zurück. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, rutschte tiefer ins Minus und büßte 1,3 Prozent ein.

In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt – also bevor die Produkte weiterverarbeitet oder gehandelt werden. Aus ihnen lassen sich frühe Signale für die Entwicklung der Verbraucherpreise ablesen. Diese stiegen im Oktober um 7,7 Prozent, nachdem die Inflationsrate im Vormonat noch bei 8,2 Prozent gelegen hatte.

Das Stabilitätsziel der Notenbank Fed von 2,0 Prozent bleibt damit allerdings immer noch in weiter Ferne. Die US-Währungshüter streben eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an.

Die Federal Reserve treibt den Leitzins seit Monaten in ungewöhnlich großen Schritten nach oben, um die Inflation in Schach zu halten. Zuletzt erhöhte sie ihn erneut um einen Dreiviertel-Prozentpunkt. Er liegt aktuell in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.

An diesem Dienstag stimmt mal alles an der Wall Street: Die Inflationsdaten beflügeln den Aktienmarkt und die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsanhebungen sinkt. Markus Koch analysiert das aktuelle Börsengeschehen.

Die Fed will nachlegen, signalisierte aber, dass sie bald etwas Tempo bei den Straffungsschritten herausnehmen möchte. „Dass der Preisdruck im vergangenen Monat stärker nachgelassen hat als erwartet, lindert die schwelenden Zinssorgen dies- und jenseits des Atlantiks“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

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Zuletzt ließen auch Äußerungen von Fed-Vizechefin Lael Brainard darauf schließen, dass die Notenbank den Leitzins im Dezember nur noch um einen halben Prozentpunkt erhöhen könnte. In einem Bloomberg-Interview nannte sie den überraschend deutlichen Rückgang der Inflationsrate um einen halben Prozentpunkt „beruhigend“.

rtr
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