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  5. Ukraine-Krieg: Versicherer fahren Russland-Geschäft zurück

VersicherungVersicherer ziehen sich aus Russland zurück

Die Allianz hat wegen dem Ukraine-Krieg die Geschäfte in Russland und Belarus auf Eis gelegt. Damit folgt sie dem Beispiel anderer international tätiger Konzerne. 14.03.2022 - 16:44 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Allianz folgt einer Reihe von europäischen Versicherern, die sich wegen des Krieges in der Ukraine aus Russland zurückziehen.

Foto: dpa

München, Zürich. Die Allianz und andere große Versicherer ziehen sich angesichts des Kriegs in der Ukraine aus Russland zurück. Die Allianz erklärte am Montag in München, sie schließe dort kein Neugeschäft mehr ab und fahre das bestehende Engagement „in geordneter Weise maßgeblich zurück“. Zudem investiere sie in Russland und Belarus nicht mehr in Kapitalanlagen für ihre Kunden. Die schweizerische Zurich Insurance und der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re haben ebenfalls angekündigt, ihre Geschäfte in Russland auf Eis zu legen. Die Versicherungsmakler Willis Towers Watson, Marsh und Aon ziehen sich ebenfalls zurück.

Swiss Re zeichne bis auf weiteres kein Neugeschäft mit russischen und belarussischen Kunden – unabhängig davon, ob diese sanktioniert seien oder nicht, sagte ein Sprecher. Bestehendes Geschäft in Russland werde nicht erneuert. Ähnlich hatte sich vergangene Woche die Nummer drei der Rückversicherer, Hannover Rück, geäußert. Weltmarktführer Münchener Rück gibt sich bisher zurückhaltender. Er sei in der Ukraine und in Russland ohnehin kaum vertreten.

Das gilt auch für die Allianz. Sie ist in der Ukraine mit einem Sachversicherer vertreten, in Russland ist sie auch in der Krankenversicherung aktiv. Zusammen kommt sie dort operativ aber auf weniger als 30 Millionen Euro Gewinn im Jahr, verglichen mit einem Konzerngewinn von 13,4 Milliarden Euro 2021. In russischen und ukrainischen Papieren stecken weniger als 0,3 Prozent der 800 Milliarden Euro schweren Kapitalanlagen der Allianz. Auch die Fondstochter Allianz Global Investors werde bis auf weiteres nicht in russische Werte investieren.

Direkt betroffen ist die italienische Generali. Ihr gehören 38 Prozent am viertgrößten russischen Versicherer Ingosstrakh. Die Italiener haben sich vor einer Woche schon aus dem Verwaltungsrat von Ingosstrakh zurückgezogen und ihr Büro in Moskau geschlossen. Die Anteile sollen aber zunächst nicht verkauft werden.

rtr
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