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Dax aktuellDax schließt leicht im Plus – Grenke-Aktie fast 40 Prozent im Minus

Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed geht der Dax mit einem leichten Plus aus dem Handel. Der MDax-Konzern Grenke verliert erneut massiv an Wert.Tobias Pastoors 16.09.2020 - 17:57 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

Foto: dpa

Düsseldorf. Anleger in Europa fieberten an diesem Mittwoch dem Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) entgegen. Sie tagt ein letztes Mal vor den Präsidentschaftswahlen. Das anstehende Treffen trieb den deutschen Leitindex: Der Dax ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 13.255 Punkten aus dem Handel.

Die US-Notenbanker kommen erst nach Handelsschluss in Frankfurt zusammen. Große Veränderungen am US-Leitzins gelten als ausgeschlossen, Börsianer sind allerdings an Erläuterungen des Fed-Chefs Jerome Powell zum Ende August verkündeten Strategieschwenk beim Inflationsziel interessiert.

Künftig darf die Preissteigerungsrate in den USA für eine Weile höher als zwei Prozent liegen, wenn sie sich zuvor für einen längeren Zeitraum darunter bewegt hat. Vor allem zur praktischen Umsetzung gebe es noch viele Fragen, meint Analyst Timo Emden von Emden Research.

Klar ist, dass der neue Kurs der Fed Spielräume gibt, um die Geldpolitik auch bei anziehender Inflation locker zu halten. Denn in den vergangenen Jahren lag die Preissteigerung durchschnittlich unter der Zielmarke von zwei Prozent.

Mit einem Auge blickten Börsianer zudem auf das Gezerre um den Brexit. Nachdem das umstrittene Binnenmarktgesetz von Premierminister Boris Johnson vom Unterhaus in einer ersten Abstimmung gebilligt wurde, rechnen Experten im Oberhaus mit größerem Widerstand gegen das Vorhaben, das Teile der Scheidungsvereinbarung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union aushebeln soll.

Bei einem der strittigsten Punkte in den Verhandlungen, der Fischerei, soll Großbritannien dagegen inzwischen zu leichten Zugeständnissen bereit sein, heißt es aus Diplomatenkreisen. Sollte sich das erhärten, dürfte das auch an den Märkten für etwas Entspannung sorgen.

Unterdessen ist die Europäische Union auf dem Weg zu ambitionierten Klimazielen. Bisher lautet das offizielle Ziel, die Treibhausgase der Europäischen Union bis 2030 um mindestens 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu bringen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlug am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union in Brüssel „mindestens 55 Prozent“ vor. Eine Zielmarke, die zuvor bereits von einer globalen Investorengruppe gefordert wurde.

Blick auf Einzelwerte:

Grenke: Manipulationsvorwürfe setzten dem MDax-Wert weiter zu, die Grenke-Aktie sackt um fast 40 Prozent ab. Am Dienstag hatte der Researchdienst Viceroy einen 64 Seiten langen kritischen Bericht über den Leasing-Anbieter veröffentlicht und die Aktie damit zwischenzeitlich um mehr als 23 Prozent nach unten gezogen.

Hinter Viceroy verbirgt sich Fraser Perring, der mit den Einschätzungen seiner Firma Zatarra zum Skandalkonzern Wirecard schon 2016 für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Auch Beteuerungen des Unternehmens, an den Vorwürfen sei nichts dran, konnten den Kurssturz nicht abmildern.

BVB: Mit Erleichterung reagierten Anleger auf die Einigung zur begrenzten Rückkehr der Fußballfans in die Stadien. Die Aktien von Borussia Dortmund (BVB) stiegen um mehr als sieben Prozent auf 6,27 Euro und sind damit Spitzenreiter im SDax.

Inditex: Die Rückkehr in die Gewinnzone beflügelte Inditex. Die Aktien der „Zara“-Mutter stiegen in Madrid um sechs acht Prozent. Der strikte Sparkurs sei beeindruckend, lobt Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies. Im Windschatten von Inditex legten die Titel des Mode-Rivalen Hennes & Mauritz (H&M) in Stockholm gut 1,5 Prozent zu.

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Deutsche Post: Ein überraschend hoher Quartalsgewinn des US-Rivalen Fedex ermunterte Anleger zum Einstieg bei der Deutschen Post. Die Aktie legte fast 1,9 Prozent zu.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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