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Morning BriefingTrump-Vermögen steigt um drei Milliarden Dollar – in einem Jahr

Christian Rickens 10.09.2025 - 06:24 Uhr
Handelsblatt Morning Briefing

Trump-Vermögen steigt um drei Milliarden Dollar – in einem Jahr

10.09.2025
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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Als Immobilienunternehmer war Donald Trump eher mäßig erfolgreich. Böse Zungen behaupteten einst, er habe nur deshalb ein kleines Vermögen gemacht, weil er zuvor ein großes geerbt hatte.

Doch nun ist Trump als US-Präsident gelungen, was ihm als Baulöwe versagt blieb: Er ist in die Phalanx der wahrhaft Superreichen aufgestiegen. Im gestern veröffentlichten Ranking der vermögendsten Amerikaner des US-Magazins Forbes belegt Trump Platz 201. Gegenüber dem vergangenen Jahr klettert er damit um 118 Ränge nach oben.

Laut Forbes ist Trumps Vermögen innerhalb eines Jahres um drei Milliarden US-Dollar auf nunmehr 7,3 Milliarden Dollar gestiegen. Diesen Erfolg verdankt Trump allerdings nicht seinen Hotels und Country Clubs, sondern seinen Ausflügen ins Kryptogeschäft.

Platz eins belegt unverändert Elon Musk (Tesla, SpaceX), direkt dahinter folgt überraschend ein alter Bekannter: Software-Veteran Larry Ellison (Oracle) hat Amazon-Gründer Jeff Bezos auf Rang vier verdrängt. Auf Platz drei liegt Meta-Chef Mark Zuckerberg.

US-Präsident Trump: Deutlich reicher geworden. Foto: REUTERS

Die 400 Personen auf der Liste verfügen Forbes zufolge insgesamt über ein Vermögen von 6,6 Billionen Dollar. Das sind 1,2 Billionen mehr als noch 2024. Zum Vergleich: Die gesamte deutsche Wirtschaftsleistung (BIP) betrug im vergangenen Jahr rund 4,66 Billionen Dollar.

Reich werden wie die Norweger

Zugegeben: Allein mit einem ausgewogenen ETF-Portfolio wird es schwer, sich auf die einschlägigen Superreichen-Listen vorzuarbeiten. Für Normalverdiener ist die Anlageform dennoch am empfehlenswertesten. Wer mag, kann mit solchen börsennotierten Indexfonds den erfolgreichen norwegischen Staatsfonds nachbauen (siehe Grafik). Seit 1998 kommt der Fonds auf eine durchschnittliche Jahresrendite von 6,4 Prozent.

Welche ETFs für Norwegen-Nachahmer dazu besonders geeignet sind, lesen Sie hier.

Neuer Premier in Paris

Zu meinen Lieblingsanekdoten (wahrscheinlich unwahr und nur deshalb so gut) über das britische Empire gehört folgende: Für besonders fieberverseuchte Kolonien gab es gleichzeitig drei Gouverneure:

  • Der erste hielt vor Ort die Stellung.
  • Der zweite befand sich gerade auf einem Segelschiff, um rechtzeitig zum mutmaßlichen Ableben seines Vorgängers einzutreffen.
  • Der dritte bereitete sich in London schon mal auf seine Abreise vor.

An dieser Personalpolitik könnte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein Beispiel bei der Ernennung seiner Premierminister nehmen. Deren politische Überlebensdauer war zuletzt ebenfalls sehr überschaubar.

Frankreichs neuer Premierminister Sébastien Lecornu: Bisher war er Verteidigungsminister. (Archivbild) Foto: dpa

Nun darf der bisherige Verteidigungsminister Sébastien Lecornu als dritter Regierungschef innerhalb von zehn Monaten sein Glück versuchen, wobei das Problem das gleiche bleibt wie bei seinen Vorgängern: Das Macron-Lager hat in der Nationalversammlung keine eigene Mehrheit.

Der 39-Jährige Lecornu kommt von den Konservativen und gilt als enger Vertrauter des Präsidenten. Lecornu wird zudem nachgesagt, einen gewissen Draht zur rechtsnationalen Führungsfigur Marine Le Pen zu haben. Auch im linken Lager schlägt ihm zumindest keine deutliche Ablehnung entgegen. Wer weiß, vielleicht entpuppt er sich sogar als politischer Überlebenskünstler.

Deutschland kritisiert Angriff in Katar

Der israelische Angriff auf die Hamas-Führungsspitze in Katar hat auch bei den traditionellen Verbündeten Israels deutliche Kritik ausgelöst:

  • US-Präsident Donald Trump sagte, er sei „über jeden Aspekt“ des israelischen Angriffs „sehr unglücklich“. „Ich bin nicht begeistert“, sagte Trump in Washington. Katar sei ein enger Verbündeter der USA.
  • In einem Telefonat mit dem katarischen Emir Tamim bin Hamad Al Thani bezeichnete Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität Katars durch den israelischen Angriff als „nicht akzeptabel“.
  • Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte: „Der Angriff Israels in Doha verletzt nicht nur die territoriale Souveränität Katars, sondern gefährdet auch unser aller Bemühungen zur Freilassung der Geiseln.“
  • Die EU sprach von einem Bruch internationalen Rechts und warnte vor einer Spirale der Gewalt.

Bei dem Angriff wurden nach Angaben der Hamas fünf ihrer Mitglieder getötet. Auch ein Mitglied der katarischen Sicherheitskräfte sei getötet worden, teilte das katarische Innenministerium mit. Der Angriff erfolgte kurz nachdem sich der bewaffnete Arm der Hamas zu einem Anschlag mit sechs Toten am Montag am Rande von Jerusalem bekannt hatte.

Mega-Staudamm in Äthiopien eröffnet

Zumindest in Afrika ist Gerd jetzt der größte: Der „Grand Ethiopian Renaissance Dam“ (Gerd) am Blauen Nil ist als größter Staudamm des Kontinents offiziell in Betrieb gegangen. Der 1800 Meter lange sowie 170 Meter hohe Damm soll mit seinem angeschlossenen Wasserkraftwerk Millionen Menschen mit Strom versorgen. Gerd ist auf eine Kapazität von 5000 Megawatt angelegt, das entspricht etwa vier modernen Atomkraftwerken.

Für das weiter nilabwärts gelegene Ägypten bedeutet die Einweihung des Staudamms einen Rückschlag. Das Land kämpft um seinen überlebenswichtigen Anteil am Nilwasser und damit auch um den Erhalt der eigenen Landwirtschaft.

iPhone wird dünner, Siri bleibt dumm

Apple offeriert künftig ein besonders dünnes Modell namens „iPhone Air“. Mit 5,8 Millimetern ist es das dünnste iPhone aller Zeiten und wiegt lediglich 165 Gramm. Außerdem versprachen Apple-Manager gestern neue Funktionen wie etwa eine Live-Übersetzung für Gespräche, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert.

Das neue iPhone Air: 5,6 Millimeter dünn. Foto: Apple

Wann die neue KI-Version des Apple-Sprachassistenten Siri verfügbar sein wird, bleibt allerdings weiter unklar. Sie war bereits im vergangenen Jahr angekündigt, aber bislang nicht ausgeliefert worden.

Geheimtipp Albanien

Im Markt für Ferienimmobilien gibt es einen Trend, den ich bis gestern verschwitzt hatte: „Coolcation“. Wegen der Klimaerwärmung werden Ferienhäuser in nördlicheren europäischen Regionen beliebter. Die Nachfrage in der Bretagne, der Normandie, Schweden und Großbritannien sei besonders stark gestiegen, sagt Apostolos Bibudis, Geschäftsführer des Maklernetzwerks iad.

Leider bedeutet das keineswegs, dass es in den besonders beliebten Regionen rund ums Mittelmeer billiger wird. Wer einen bezahlbaren Zweitwohnsitz im Süden sucht, dem empfiehlt Bibudis stattdessen Albanien:

Ferienhäuser sind dort ab einem Quadratmeterpreis von 2752 Euro zu finden.
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Die verblüffend genaue Preisangabe könnte misstrauisch stimmen. Aber soll Reisen nicht auch dazu dienen, Vorurteile abzubauen? Also auf ins Land der Skipetaren!

Ich wünsche Ihnen einen coolen Mittwoch.

Herzliche Grüße,
Ihr
Christian Rickens
Textchef Handelsblatt

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