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Morning Briefing Plus 75 Jahre Handelsblatt: Das waren die Highlights unserer Jubiläumswoche

In den nächsten Jahren wird es in Deutschland enorme technologische Durchbrüche geben. Unsere Jubiläumsausgabe ist diesen Innovationen gewidmet. Was uns außerdem noch bewegt hat.
08.05.2021 - 08:21 Uhr Kommentieren

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

wie ich Ihnen vergangenen Samstag versprochen hatte, drehte sich bei uns in dieser Woche alles um die wichtigsten Technologietrends und Innovationen sowie um die Frage, was diese für Geschäftsmodelle, Unternehmen und letztlich unser aller Leben bedeuten.

Höhepunkt dieser Woche war eine sehr besondere Freitagsausgabe, die einen Kontrapunkt setzen sollte zum allgemeinen Wehklagen über die technologische Rückständigkeit unseres Landes. Es stimmt, dass nicht alles glatt läuft in Deutschland, und auch darüber müssen wir sprechen. Aber es gibt Grund für Optimismus. Denn in den nächsten Jahren, so argumentiere ich in einem Essay, werden wir in zahlreichen Feldern enorme technologische Durchbrüche sehen. Und auf vielen dieser Felder kommen entscheidende Ideen von Wissenschaftlern, Mittelständlern, Start-ups und Konzernen aus Deutschland.

Diesen Innovatoren will die Jubiläumsausgabe des Handelsblatts eine Bühne geben. Darin stellen wir 75 Ideen in den Mittelpunkt, die Deutschland in den nächsten Jahren voranbringen werden – neue Geschäftsmodelle, technologische Innovationen, wissenschaftliche Durchbrüche.

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    Quelle: Julius Brauckmann
    In unserer Jubiläumsausgabe stellen wir 75 innovative Ideen in den Mittelpunkt.
    (Foto: Julius Brauckmann)

    Es gibt also viele Gründe, optimistisch zu sein. Hier ist einer: „Die deutschen Wissenschaftler und Ingenieure gehören zu den besten der Welt“, sagt Bill Gates im Handelsblatt-Interview.

    Das waren die weiteren Highlights unserer Jubiläumswoche:

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    1. Am Montag haben wir uns in einer großen Titelstory mit der Software beschäftigt, die mehr und mehr zum zentralen Nervensystem des Autos wird. Unser Auto-Team hat im Detail analysiert, welche Hersteller beim Rennen um das beste Auto-Betriebssystem vorne liegen – und wie sich die deutschen Autokonzerne gegenüber Tesla schlagen.

    2. Was es bedeutet, einen traditionellen Autohersteller in diese neue Zeit zu transformieren, habe ich vergangene Woche in meinem Podcast Handelsblatt Disrupt mit VW-Chef Herbert Diess besprochen. Wir haben außerdem über die Probleme bei der Besetzung von Vorstandsposten bei VW und das Ende der Ära des Betriebsratschefs Bernd Osterloh diskutiert. Ferner über Diess’ Begegnungen mit Elon Musk, ein mögliches Apple Car – und die Tapas-Bar des VW-Chefs in München.

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    3. Am Tag unseres Gesprächs präsentierte VW übrigens durchaus gute Zahlen. Als deutliche Bremse sieht der Konzern aber die Lieferengpässe bei Halbleitern. Auch für viele andere Hightech-Unternehmen werden die Beschaffungsschwierigkeiten bei dieser Schlüsselkomponente zum Problem. Lange wurde dieses Feld vernachlässigt. Nun ist klar: Chips werden zur Zukunftsfrage für die europäische Industrie. In einer umfangreichen Analyse beschreiben wir daher Europas Jagd nach dem Superchip. Im Interview mit meinem Kollegen Joachim Hofer und mir kündigte Infineon-Chef Reinhard Ploss an, dass die Lieferprobleme noch bis ins nächste Jahr andauern könnten.

    4. Wir haben hier in den vergangenen Wochen oft über den zu langsamen Ausbau erneuerbarer Energien gesprochen. Eine detaillierte Analyse haben wir diese Woche der großen Hoffnung der Energiewende gewidmet: den neuen Mega-Turbinen, die zunehmend für Offshore-Windparks eingesetzt werden – und die nichts weniger als eine Energie-Revolution versprechen.

    5. Schneller, unbürokratischer, besser – das wäre wohl Armin Laschets selbstgewählte Headline für ein 100-Tage-Programm, um Deutschland zu modernisieren. Im Interview hat der Kanzlerkandidat der Union uns seine Vision (oder Utopie?) für Deutschland im Jahr 2030 verraten: „Wir haben die digitale Infrastruktur so ausgebaut, dass die Menschen von jedem Ort im Land arbeiten können. Die Verwaltung arbeitet digital.”

    Laschets Gegenkandidaten Olaf Scholz wird die SPD – digital – am Sonntag nominieren. Mit dem Bundesfinanzminister haben wir über Zettelwirtschaft und Digitalisierung gesprochen – und ihm auf die Frage nach Modernisierung keine Utopie, sondern ein Versprechen abgerungen: „Ich verbinde meine Kanzlerkandidatur mit dem Versprechen, die nötige Modernisierung der Infrastruktur des Landes zu meiner persönlichen Mission zu machen.“

    Mit einem interessanten Vergleich zur Ära des Eisenbahnbaus im 19. Jahrhundert macht Scholz klar, dass er dabei nicht allein auf den Markt vertrauen mag: „Das war damals nicht allein die Leistung innovativer Konzerne, die Lokomotiven gebaut oder Stahl geschmolzen haben. Auch der Staat hatte seinen Anteil, weil er in ziemlich kurzer Zeit das gesamte Schienennetz schuf.“

    Quelle: dpa
    Neue Merck-Chefin Belén Garijo: „Innovation muss als Wachstumsmotor für Europa gesehen werden.“

    6. Zu Herzen nehmen sollten sich die Herren aus der Politik den Appell der neuen Merck-Chefin Belén Garijo, die mahnt: „Die Post-Covid-Welt verlangt von uns Beschleunigung an allen Fronten.“ Sie meint natürlich auch die Forschung und Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, erinnert an den starken Wettbewerb mit den USA und China. Aber nicht nur von der Wirtschaft, auch von Europas Politik wünscht sich die Merck- Chefin einen Perspektivwechsel: Innovation müsse nicht als Prozess, sondern als Wachstumsmotor begriffen werden.

    7. Um den Chor der Stimmen aus der Wirtschaft abzurunden, möchte ich Ihnen das Gespräch empfehlen, das wir mit Nikolaus von Bomhard geführt haben. Es ist das erste Interview des Chefkontrolleurs von Munich Re und Deutscher Post seit etwa vier Jahren und – eines vorweg – er verbreitet Optimismus: „Deutschland ist wettbewerbsfähiger, als es die Öffentlichkeit wahrnimmt.“ Doch er wünscht sich auch mehr Mut, weniger Kleinteiligkeit, und empfiehlt uns „die asiatische Sandkasten-Mentalität“. Und, ziemlich kontrovers: Er plädiert für eine stärkere Rolle des Militärs in der Forschungsförderung.

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    8. Auch mit der Zukunft des Geldes haben wir uns beschäftigt: Während Europa noch diskutiert, ist in China der E-Yuan, das elektronische Bargeld, bereits im Einsatz. Wie wird digitales Geld die Wirtschaft verändern? Was bedeutet der Hype wirklich? Das haben unsere Frankfurter Finanzmarkt-Experten im Detail analysiert. Und sie erklären auch, weshalb sich einige Analysten beim Blick auf Bitcoin & Co. längst an die Spätphase der New Economy erinnert fühlen.

    9. Ein persönliches Highlight der vergangenen Woche war der Innovation Summit, den meine Kollegin Ina Karabasz entwickelt und moderiert hat. Mit dabei waren Gründerinnen und Gründer von milliardenschweren Start-ups wie Johannes Reck (Getyourguide), Daniel Wiegand (Lilium), Dax-CEOs wie Kasper Rorsted (Adidas) oder Rolf Buch (Vonovia) sowie die Gründer von Mimetik, einem Software-Start-up aus Dresden, das die Mensch-Maschine-Schnittstelle revolutionieren möchte, und der Gründer von Feelbelt, der den Markt für haptisches Feedback erobern will.

    Ihnen ein schönes Wochenende.

    Herzlichst,
    Ihr

    Sebastian Matthes

    Chefredakteur Handelsblatt

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