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Ifo-Beschäftigungsbarometer Einstellungsbereitschaft am Arbeitsmarkt so hoch wie seit fast zwei Jahren nicht mehr

Angesichts des Impffortschritts und der Öffnungsperspektiven suchen die Unternehmen wieder mehr Personal. Selbst der Einzelhandel will wieder einstellen.
26.05.2021 - 18:07 Uhr Kommentieren
Die Elektroindustrie hat einen hohen Bedarf an neuen Mitarbeitern. Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser
Industrie-Elektrikerin

Die Elektroindustrie hat einen hohen Bedarf an neuen Mitarbeitern.

(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

Berlin Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Unternehmen ist so hoch wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer kletterte im Mai auf 110,2 Zähler – den höchsten Stand seit Juni 2019.

Der Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus“, kommentierte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe die Daten. Der Indikator spiegelt die Beschäftigungspläne von rund 9000 Unternehmen wider und wird monatlich exklusiv für das Handelsblatt berechnet.

In der Industrie hält der seit einiger Zeit zu beobachtende Beschäftigungsoptimismus an. Der Teilindikator für das verarbeitende Gewerbe ist seit seinem Tiefstand im Mai 2020 kontinuierlich gestiegen. Inzwischen wollen wieder mehr Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen als Personal abbauen. Vor allem in der Elektroindustrie werden Arbeitskräfte gesucht.

Auch im Dienstleistungssektor sind die Personalpläne deutlich expansiver als im Vormonat. Vor allem in der Logistik und bei den IT-Dienstleistern würden neue Mitarbeiter gesucht, sagt Wohlrabe. Deutlich positiver als im April sind auch die Beschäftigungspläne im Einzelhandel, der nach und nach aus dem Lockdown kommt.

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    Trotzdem denkt die Bundesregierung offenbar darüber nach, wie sie Beschäftigung weiter fördern kann. Innerhalb der Ressorts wird auch über einen Vorschlag nachgedacht, Arbeitgebern Lohnkostenzuschüsse zu zahlen, die neue Mitarbeiter einstellen oder Beschäftigte vorzeitig aus der Kurzarbeit holen. Darüber hatte der „Business Insider“ zuerst berichtet.

    Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der sich schon früh für Anreize zur Schaffung neuer Jobs starkgemacht hatte, begrüßte den Vorschlag: „Es ist in der Krise sehr gut gelungen, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte er dem Handelsblatt. Jetzt sei es wichtig, den Aufbau neuer Arbeitsplätze zu unterstützen, „damit wir möglichst schnell und ohne bleibende Schäden aus der Krise herauskommen“.


    Grafik

    Gerade für Jugendliche, Geringqualifizierte oder Migranten kann dabei die Zeitarbeit eine Brücke für den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt sein, wie eine neue Analyse des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP) für die Mitgliedsunternehmen zeigt.

    Während die Arbeitslosenquote von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft im Corona-Jahr 2020 zwischen März und September von 12,8 auf 15,1 Prozent angestiegen ist, hat sich die Zahl der ausländischen Mitarbeiter in der Zeitarbeitsbranche im gleichen Zeitraum um knapp 6.200 erhöht. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit ausländischem Pass lag damit im September 2020 bei 42,2 Prozent.

    Zeitarbeit bietet Chancen für Migranten und Geringqualifizierte

    Seit Ende 2013 hat er sich mehr als verdoppelt. Die Branche liegt damit als Arbeitgeber für Beschäftigte aus dem Ausland weit vor der Landwirtschaft (23,9 Prozent), der Logistik (21,6 Prozent) oder dem Baugewerbe (19,5 Prozent). Im öffentlichen Dienst beträgt der Anteil der ausländischen Beschäftigten nur gut drei Prozent.

    Auch Geringqualifizierten kann Zeitarbeit den Weg in den Arbeitsmarkt eben. Fast 30 Prozent der bei Zeitarbeitsfirmen angestellten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten haben keinen Berufsabschluss. Im Gastgewerbe liegt der Anteil der Geringqualifizierten mit 22,3 Prozent schon deutlich niedriger.

    Während es in der Industrie oder vielen Dienstleistungsberufen wegen der Digitalisierung und Automatisierung einen Trend zur Höherqualifizierung gibt, können Geringqualifizierte in der Zeitarbeit, der Gastronomie oder auch der Pflege noch unterkommen.

    Mehr: Corona-Hilfen – „Der kalte Entzug von den Staatshilfen wird brutal“

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