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StarlinkDer Start von Elon Musks Satelliten-Internet in Deutschland verzögert sich

Die Tochterfirma von Elon Musks SpaceX wird wohl erst Mitte bis Ende 2021 Internet per Satellit nach Deutschland bringen – zu einem happigen Preis.Stephan Scheuer 12.02.2021 - 16:02 Uhr Artikel anhören

Für Telekom-Chef Tim Höttges ist Internet aus dem Weltall „eine sehr ernst zu nehmende Technologie“.

Foto: SpaceX

Düsseldorf. Der US-Konzern Starlink will schnelles Internet überall auf der Welt verfügbar machen. Deutschland sollte zu den ersten Testregionen für den Breitbandzugang per Satellit gehören.

Doch der Start der Tochtergesellschaft des Satellitenunternehmens SpaceX verzögert sich. Für Mitte bis Ende 2021 wird der Beginn des Testnetzes auf der Website des Konzerns angekündigt.

Dabei hatte SpaceX-Manager Hans Königsmann Anfang November im Gespräch mit der Wirtschaftswoche einen Start von Starlink sogar für das Jahr 2020 in Aussicht gestellt. Die Bundesnetzagentur hatte dem Handelsblatt bestätigt, dass Starlink die nötigen Genehmigungen für den Start in Deutschland eingeholt hatte. Warum das Projekt noch nicht begonnen hat, blieb zunächst unklar.

Starlink veröffentlichte in einem ersten Schritt konkrete Preisangaben. Geht der Dienst damit tatsächlich an den Markt, wäre ein Breitbandzugang via Starlink deutlich teurer als die Angebote der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1.

Für ein Starterset mit Satellitenschüssel inklusive Receiver verlangt das Unternehmen 499 Euro. Zudem berechnet es eine Anschlussgebühr von 59 Euro.

Der Zugang soll dann 99 Euro im Monat kosten. Laut ersten Erfahrungsberichten aus den USA bekommen die Kunden mit dem Testzugang dafür Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Megabit pro Sekunde im Download.

Zum Vergleich: Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 verlangen monatlich in der Regel zwischen 30 Euro und 40 Euro für einen Netzzugang mit 50 Megabit pro Sekunde.

Die Lösung von Starlink könnte aber gerade für den ländlichen Raum interessant sein, in dem es bis heute in einigen Regionen lediglich sehr langsame Internetzugänge gibt. Noch heute hat in Deutschland jeder fünfte Haushalt im ländlichen Raum keinen Zugang zu Geschwindigkeiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbps). Das geht aus dem vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichten Breitbandatlas für Mitte 2020 hervor.

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Genau dort könnte die Technik für Kunden interessant sein. So ist die Deutsche Telekom in Gesprächen mit dem US-Unternehmen, wie Konzernchef Timotheus Höttges kürzlich bei einer Konferenz bestätigte. „Für mich ist das eine sehr ernst zu nehmende Technologie. Ich bin ein großer Bewunderer von Elon Musk und seinen Ideen.“

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