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Start-up Intelligente Heizung: Tado sammelt frisches Kapital ein und will Mietshäuser erobern

Das Münchener Start-up kooperiert mit Noventic. Der neue Partner soll mehr Kunden im Geschäft mit Mietwohnungen und Gewerbeimmobilien anlocken.
17.05.2021 - 14:00 Uhr 1 Kommentar
Das Start-up hat eine Technologie entwickelt, mit der sich Heizung und Klimaanlage intelligent steuern lassen. Quelle: Tado
App von Tado

Das Start-up hat eine Technologie entwickelt, mit der sich Heizung und Klimaanlage intelligent steuern lassen.

(Foto: Tado)

München Das Heizungs-App-Start-up Tado wächst rasant. Um die weitere Expansion stemmen zu können, rüstet sich die Firma jetzt mit frischem Kapital und einer neuen Kooperation.

Die jüngste Finanzierungsrunde hat nach Informationen des Handelsblatts weitere 38 Millionen Euro eingebracht. Daran beteiligte sich neben bestehenden Investoren auch die Noventic Group, die unter anderem intelligente Lösungen für das Ablesen von Heizungen anbietet. „Durch die Partnerschaft können wir unseren potenziellen Kundenkreis deutlich erweitern und das Wachstum so beschleunigen“, sagte Tado-Mitgründer Christian Deilmann.

Denn bislang nutzen vor allem Privatkunden die Lösung von Tado, mit der sich Heizung und Klimaanlage intelligent steuern lassen. Mithilfe von Noventic bekomme man nun Zugang zu Tausenden Kunden in der Wohnungswirtschaft. „Das ist der nächste große Schritt für uns.“ Schließlich gebe es allein in Europa mehr als 50 Millionen Mietwohnungen.

In den vergangenen Jahren hatte Tado bereits mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem von prominenten Investoren. Der Internethändler Amazon beteiligte sich zum Beispiel vor drei Jahren an der Firma. Auch Eon, Siemens und Total sind engagiert. Das Münchener Start-up prüft auch einen möglichen Börsengang als Option.

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    Im Rahmen der neuen Finanzierungsrunde wurde Tado mit einem dreistelligen Millionenbetrag bewertet. Das Unternehmen ist also auf dem Weg, den Einhornstatus mit einer Milliardenbewertung zu erreichen.

    Noventic-Partnerschaft soll Tado neue Kunden bringen

    Mit der Tado-App kann die Temperatur für jeden Raum nach Nutzung gesteuert werden. Die Heizung springt also zum Beispiel rechtzeitig an, bevor der Wohnungsbesitzer von der Arbeit nach Hause kommt. Über das Handy erkennt die Steuerung zudem, wenn die Bewohner einen Raum oder das Haus wieder verlassen. Schlafzeiten werden ebenso berücksichtigt wie der Sonnenstand.

    Mit der Partnerschaft mit Noventic will Tado jetzt verstärkt auch Wohnungsgesellschaften und die Vermieter von Gewerbeimmobilien ansprechen. Die neue CO2-Steuer auch für Heizungen macht es für Vermieter attraktiver, in Energieeffizienz zu investieren.

    „Vor dem Hintergrund der europäischen Klimaziele wollen wir Verbrauchsdaten mit intelligenter Verbrauchssteuerung zusammenbringen, um die professionelle Wohnungswirtschaft noch besser bei der Umsetzung ihrer Energiesparstrategien in Wohnquartieren zu unterstützen“, sagte Noventic-Geschäftsführer Dirk Then. Noventic hat nach eigenen Angaben 8,2 Millionen Wohnungen mit Technik ausgestattet und versteht sich als „Wegbereiter für klimaintelligente Gebäude“.

    In den vergangenen Jahren verzeichnete Tado starke Wachstumsraten. Der Umsatz dürfte laut Branchenschätzungen inzwischen bei einem höheren zweistelligen Millionenbetrag liegen, in den nächsten zwei Jahren soll die 100-Millionen-Euro-Marke fallen.

    Start-ups und Konzerne machen Konkurrenz

    Es gibt jedoch eine Reihe von Konkurrenten. So hat etwa das Start-up Vilisto eine Lösung entwickelt, bei der Sensoren erkennen, ob sich Personen im Raum befinden – und, falls nicht, die Temperatur selbstständig absenken.

    Dabei ist die Technik auch in der Lage, die Nutzungsgewohnheiten in den Räumen zu analysieren und dafür zu sorgen, dass die Räume rechtzeitig wieder auf eine angenehme Temperatur geheizt werden. Der Thermostat tastet dafür im Minutentakt Bewegung, Licht und Schall ab und erstellt so ein Nutzungsprofil für den Raum.

    Doch auch große Konzerne sind auf dem Feld aktiv. Google hatte 2014 für erstaunliche drei Milliarden Dollar den Konkurrenten Nest übernommen. Zudem drängt auch die Heizungsbranche, wenn auch teilweise spät, ins Internet der Dinge. Vaillant hat zum Beispiel eine App zur Steuerung entwickelt, über die Nutzer vordefinierte Profile wie „Zuhause“, „Nacht“ oder „abwesend“ aktivieren können.

    Doch bislang hat Tado gerade in Europa die klare Marktführerschaft. Dabei ist die Idee in den USA entwickelt worden. Deilmann hatte während seines Studiums in den Vereinigten Staaten in einer Wohngemeinschaft gelebt – und die hohen Kosten für die Klimaanlage waren ein ständiges Thema in seiner WG.

    Mehr: Das sind die Innovationen, die Deutschland voranbringen

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    1 Kommentar zu "Start-up: Intelligente Heizung: Tado sammelt frisches Kapital ein und will Mietshäuser erobern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich weiß nicht wie viele Start-ups sich dieses Thema schon vorgenommen haben? Einige habe habe ich selbst getestet. Für wirklich gut befunden -keins. Ein Thema an dem sich nur Laien abarbeiten können. Es gibt wirklich gute Heizungsregelungen da denke ich ist das Thema ziemlich ausgelutscht. Denoch -viel Erfolg.;-)

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