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Pier Paolo Righi Karl Lagerfeld ist tot – Dieser Mann lässt seine Marke weiterleben

Pier Paolo Righi war der Vertraute von Karl Lagerfeld. Nach dem Tod des Modeschöpfers führt er sein Erbe fort.
18.02.2020 - 18:19 Uhr Kommentieren
Er kann sich als Chef der Marke Lagerfeld über dynamisches Umsatzwachstum freuen. Quelle: Getty Images
Pier Paolo Righi

Er kann sich als Chef der Marke Lagerfeld über dynamisches Umsatzwachstum freuen.

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Es war ein Schock für die Modewelt, als vor genau einem Jahr Karl Lagerfeld starb. Prominente von Giorgio Armani über LVMH-Chef Bernard Arnault bis zum französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy würdigten den Modeschöpfer, der Luxusmarken wie Chanel und Fendi geprägt hatte, bezeichneten ihn als „kreatives Genie“, als „großen Inspirator“.

Der Tod des Modeschöpfers, Designers und Fotografen war auch ein Schock für Pier Paolo Righi. Der 52-jährige Deutsch-Italiener, der in Schwaben aufwuchs, arbeitete „Tür an Tür im Pariser Büro mit Karl zusammen“, wie er sagt. Righi baute die Modemarke Karl Lagerfeld gemeinsam mit dem berühmten Designer aus. „Wir sind heute das einzige Modehaus, auf dessen Produkten Karl Lagerfeld draufsteht, und das einzige, in dessen Produkten Karl Lagerfeld drin steckt“, erzählt der Geschäftsführer der Marke dem Handelsblatt.

Und das Geschäft mit Lagerfelds Erbe läuft bislang gut. „Der Umsatz des Unternehmens ist im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 300 Millionen Euro gewachsen“, verrät Righi. Auch für das laufende Jahr erwartet er noch einmal ein Plus von 30 Prozent. Rechnet er noch das Geschäft mit Lizenzprodukten hinzu, betrug der gesamte Markenumsatz rund 700 Millionen Euro.

Wie aber soll eine Marke weiterleben, deren Schöpfer gestorben ist? Righi sieht sich und sein Team aus 50 Mitarbeitern „als Wächter von Karls Vermächtnis“. Er präzisiert: „Dieses Vermächtnis wurde von Karl aufgebaut und hat seine Ideen und seinen Geist wie ein Schwamm aufgesogen.“

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    „Lagerfeld war überrascht, wie schnell Righi die Marke neu positioniert hat“, lobt Caroline Lebar, die langjährige Vertraute des Modeschöpfers. Denn als Righi 2011 zum Unternehmen in Amsterdam kam, sei die Marke „eine schlafende Schönheit“ gewesen. Lagerfeld hatte zwar schon 1984 eine eigene Marke gestartet, doch nach mehreren Besitzerwechseln lief es schlecht. Der neue Chef musste das Unternehmen neu ausrichten.

    „Lagerfeld wollte eine Marke für ein größeres Publikum schaffen“, erklärt Righi. Der Geschäftsführer weiß, wie die Zielgruppe tickt. Lange hat er für Nike gearbeitet, auch in seinem Privatleben drehen sich so manche Gespräche um die Branche: Seine Frau Iris Epple-Righi war bis vor Kurzem Chefin von Escada.

    Das Paar wohnt in München, Pier Paolo Righi pendelt aber regelmäßig zum Büro in Paris und zum Firmensitz in Amsterdam. Auch sonst ist Flexibilität alles: Es gilt, die Investoren der Modemarke Lagerfeld, nämlich Apax, die PVH-Gruppe („Tommy Hilfiger“) und die chinesische Investorenfamilie Chou, zufriedenzustellen. Lagerfeld hielt keine Anteile, arbeitete auf Honorarbasis.

    Righi hat noch viel vor. So will er eine Make-up-Linie aufbauen. Und im Herbst eröffnet er das erste Luxushotel in Macau, das von Lagerfeld designt wurde – eine Mischung aus Art déco und Elementen der chinesischen Kultur. Und das könnte nur der Anfang sein: Es gibt weitere Anfragen, Lagerfeld-Hotels zu bauen.

    Mehr: Abschied von Visionären aus Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft

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