Autozulieferer: IG Metall wehrt sich mit Aktionswoche gegen Sparpläne von Continental
Bis zum 11. September will die Gewerkschaft mit Aktionen an verschiedenen Conti-Standorten gegen den Stellenabbau protestieren.
Foto: dpaDüsseldorf. Monatelang mussten die Mitarbeiter von Continental auf die von Konzernchef Elmar Degenhart angekündigte Verschärfung des Sparplans warten. Die Reaktion darauf folgt prompt.
Nachdem am Dienstag bekannt wurde, dass in Deutschland statt 7.000 nun 13.000 Arbeitsplätze bei Conti auf der Kippe stehen, hat die IG Metall Mitte eine Aktionswoche ausgerufen. Von Montag an werden bis zum 11. September an Conti-Standorten in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz betriebliche Aktionen stattfinden. Im hessischen Babenhausen zum Beispiel, wo bis 2025 über 2.200 der 3.600 Stellen abgebaut werden, soll am Donnerstag ein Autokorso durch die Stadt stattfinden.
„Continental will im Schatten der Krise seine Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten der Beschäftigten ausbauen“, sagt Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, in dem sich 16 Continental-Standorte befinden. „Die simple Logik lautet: Standorte auspressen, Personalkosten drücken und Arbeitsumfänge verlagern. Das ist keine Strategie, das ist eine Kampfansage an die Beschäftigten,“ so Köhlinger.
Der Ton wird rauer – und daran ist nach Ansicht der Gewerkschaft das Conti-Management verantwortlich. Denn statt innovativer Lösungen, um Beschäftigung zu sichern, droht nun vielen Mitarbeitern in Deutschland die Arbeitslosigkeit.