1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Management
  4. Startups und Kapitalgeberinnen: Diese Frauen glauben an junge Gründer

InvestorinnenDiese Frauen glauben an junge Gründerinnen und Gründer

Sie fördern die deutsche Start-up-Szene und investieren so unmittelbar in Deutschlands Zukunft. Damit gehören sie zu den 100 Frauen, die Deutschland voranbringen. 05.03.2021 - 04:00 Uhr Artikel anhören
Foto: Nicole Junckermann

Nicole Junkermann

Die studierte Betriebswirtin spricht sechs Sprachen, trägt den Titel einer italienischen Gräfin, ist Mutter einer Tochter, lebt im Londoner Stadtteil South Kensington und in Rom. Die gebürtige Düsseldorferin ist in Spanien aufgewachsen, hat in den USA gearbeitet und studiert – unter anderem in Harvard.

Sie war Mitgründerin des Online-Fußballspieleportals Winamax und wurde danach wesentliche Anteilseignerin und stellvertretende Vorsitzende im Board von Infront. Dort trug sie dazu bei, Infront zu einem der weltweit führenden Sport- und Medienrechteunternehmen aufzubauen. 2011 wurde Infront für 650 Millionen Euro an Bridgepoint verkauft.

2012 gründete sie NJF Holdings, eine Investmentgesellschaft für Private Equity, Venture Capital und Immobilien. NJF umfasst heute mehr als 40 Investitionen in Europa, den USA und Asien mit dem Fokus auf junge, disruptive Unternehmen.

Rund ein Drittel der Firmen im Portfolio gelten nach eigener Auskunft mittlerweile als „Einhörner“, weil sie die Milliarden-Bewertungsgrenze erreicht haben. Besonders interessant erscheint in Corona-Zeiten die Beteiligung an Owkin, einer Firma, die Künstliche Intelligenz mit neuen Ansätzen der Medizinforschung verbindet und bald auch in Deutschland präsent sein soll.

Auch das Potenzial des Fintechs Blockchain.com und von Eat Just, das eine pflanzliche Ei-Alternative herstellt, elektrisiert die Investorin. Dass sie selbst einst als Unternehmerin begann, erscheint ihr als Vorteil bei der Auswahl ihrer Investments und auch in der wichtigen Phase, junge Gründerinnen und Gründer bei der Geschäftsentwicklung zu unterstützen. Peter Brors

Lina Chong

Foto: Pressefoto

Aufgewachsen in Los Angeles, wollte sie zunächst als Juristin für Urheberrecht und geistiges Eigentum Karriere machen. Dann entschied sich Lina Chong um, zog nach Berlin und gründete zwei Start-ups im Bereich E-Commerce. Das erste verkaufte sie erfolgreich, beim zweiten ging ihr das Geld aus. Nach dem Neustart im Wagniskapitalgeschäft betreut sie bei Target Global nun das Pre-Seed-Programm für sehr junge Start-ups und hilft Portfoliofirmen wie Badi, Mediquo und Gamestry mit ihren Erfahrungen. Larissa Holzki

Lea-Sophie Cramer

Foto: Amorelie

Erfolgreiche Gründerin, engagierte Lobbyistin für den Start-up-Verband und inzwischen schon erfahrene Investorin: Lea-Sophie Cramer ist in der Berliner Start-up-Szene weithin aktiv und allerbestens vernetzt. Spätestens seit sie mit Sebastian Pollok den digitalen Liebesspielzeugversender Amorelie gegründet (und später an Pro Sieben Sat 1 verkauft) hat, gilt sie, vom Bundeswirtschaftsministerium entsprechend ausgezeichnet, als „Vorbild-Unternehmerin“.

Als Mitglied im Beirat Junge Digitale Wirtschaft des Ministeriums versucht sie auch politisch Einfluss zu nehmen. Zu Beginn ihrer Karriere sammelte die studierte Betriebswirtin erste berufliche Erfahrungen bei der Boston Consulting Group und bei Rocket Internet. HB

Jeannette zu Fürstenberg

Foto: Visionaries Club

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat die Investmentgesellschaft La Famiglia gegründet. Den zweiten Fonds, mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Euro, hat sie zusammen mit der früheren Facebook-Managerin Judith Dada aufgelegt. Jeannette zu Fürstenbergs Ziel bei La Famiglia lautet neben – natürlich – einer auskömmlichen Rendite: junge Startup-Firmen möglichst früh mit dem etablierten Mittelstand zu verknüpfen. Daneben arbeitet sie ehrenamtlich im Bundesverband Deutscher Startups in Berlin mit und engagiert sich mit Stipendien bei der Förderung talentierter Künstler. Peter Brors

Ina Schlie

Foto: Handelsblatt
Verwandte Themen
Deutschland
USA
Berlin
Werner Baumann
SAP

Die Finanzexpertin war lange in führender Position beim Softwarekonzern SAP tätig. Heute ist Ina Schlie Multiaufsichtsrätin (Heidelberger Druckmaschinen, Würth-Gruppe) und engagiert sich als Investorin. Ihr Fokus liegt dabei auf von Frauen geführten Start-ups.

Dort bestehe der größte Finanzierungsbedarf. Das solle aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland ein generelles Innovationsfinanzierungsproblem habe. Ihr jüngster Coup: der Einstieg beim Softwareentwickler Tandemploy. Tanja Kewes

Lesen Sie hier mehr zum Thema:

zki, brs, tak
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt