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Börse am 29. JanuarSieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

In Bayern sind mittlerweile vier Fälle des Coronavirus bestätigt worden. Anleger zeigen bisher aber wenig Nervosität, der Dax wird leicht im Plus erwartet.Katja Guttmann, Manuela Imre 29.01.2020 - 06:36 Uhr

Blick auf die Anzeige an der Frankfurter Börse.

Foto: dpa

Düsseldorf. Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In Deutschland gibt es inzwischen vier Fälle der Lungenkrankheit. Anleger zeigen sich aber trotzdem vorsichtig optimistisch: Der deutsche Leitindex Dax liegt am Mittwochmorgen auf außerbörslichen Handelsplattformen vor dem Handelsstart in Frankfurt leicht im Plus. Zuvor machten bereits die New Yorker Wall Street und die Börse in Tokio verlorenen Boden gut.

Bereits der erste deutsche Coronavirus-Fall am Dienstag hatte den Dax kaum belastet: Das Frankfurter Börsenbarometer schloss 0,9 Prozent im Plus bei 13.324 Punkte. Portfolio-Manager Olivier Marciot vom Vermögensverwalter Unigestion warnte allerdings: „Die Optimisten beginnen zu zweifeln.“ Das Coronavirus könne einen „breiteren Stimmungsumschwung auslösen“.

Tatsächlich könnte der Ausbruch des Coronavirus in China nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. „Es ist sehr schwierig, definitiv vorherzusagen, wann der Ausbruch seinen Höhepunkt erreicht“, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. „Aber ich denke, in einer Woche oder zehn Tagen wird der Höchststand erreicht werden – und danach wird es keinen Anstiege im großen Stil mehr geben.“

Eine Impfung sieht der Experte so schnell nicht. Die Entwicklung werde drei bis vier Monate oder auch länger dauern. Deshalb seien „frühe Entdeckung und frühe Isolation“ entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen.

Außerdem wichtig am Mittwoch: Boeing legt seine Jahresbilanz vor, Facebook und AT&T die Quartalszahlen.

1 – Vorgaben aus den USA

Kursgewinne von Technologie- und Finanzwerten haben der Wall Street am Dienstag Auftrieb gegeben. Anleger reagierten erleichtert auf Äußerungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ausbruch des Coronavirus in China. Die WHO hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass die Regierung in Peking die Lage unter Kontrolle bringen könne. „China tut alles, was es kann, um das Virus einzudämmen“, sagte Marktstratege Ryan Detrick vom Finanzberater LPL Financial.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,7 Prozent höher bei knapp 28.723 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg ein Prozent auf 3276 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 1,4 Prozent auf fast 9270 Stellen. Zu Wochenbeginn hatten alle drei noch kräftige Verluste gemacht.

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2 – Vorgaben aus Asien

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich nach dem jüngsten Anstieg der Virusfälle gegensätzlich: Die Börse in Tokio hat sich am Mittwoch zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.326 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent und lag bei 1699 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag dagegen 2,8 Prozent im Minus. Die Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Krankheitserregers brachte die Kurse ins Wanken. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 3,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.

3 – Tesla legt Zahlen vor

Der E-Auto-Pionier aus Palo Alto berichtet an diesem Mittwoch über sein Schlussquartal. Erst vor wenigen Tagen stieg Teslas Marktkapitalisierung erstmals über die Marke von 100 Milliarden Dollar. Damit löste das US-Unternehmen Volkswagen als zweitwertvollsten Autobauer der Welt ab.

Der Kurssprung der Tesla-Aktie war der vorläufige Höhepunkt einer Rally, die im Oktober Fahrt aufnahm. Seitdem der E-Auto-Hersteller einen überraschenden Gewinn im dritten Quartal bekanntgab und Fortschritte in seiner neuen Fabrik in China meldete, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Allein seit Jahresanfang stiegen die Anteilscheine um mehr als 30 Prozent.

4 – Boeing berichtet über das Schlussquartal

Der US-Luftfahrtkonzern wird heute seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2019 präsentieren. Experten rechnen mit katastrophalen Zahlen. Das seit fast einem Jahr dauernde Flugverbot für den Kurz- und Mittelstreckenjet 737 Max hat dazu geführt, dass der Konzern sein begehrtes Flugzeug nicht mehr ausliefern kann. Also fehlt neben Umsatz auch Cashflow.

Der neue CEO David Calhoun dürfte zudem alle Belastungen aus der Krise soweit möglich in den Abschluss für 2019 packen. Umso spannender ist deshalb, welchen Ausblick Calhoun für 2020 und die folgenden Jahre geben wird.

5 – US-Tech-Konzerne ziehen Bilanz

Mit Microsoft, Facebook und AT&T legen gleich drei große US-Unternehmen ihre Zahlen vor. Während Facebook und AT&T über ihr Schlussquartal berichten, veröffentlicht Microsoft die Zahlen für das zweite Quartal seines Geschäftsjahrs. Gegen die US-Tech-Konzerne, vor allem gegen Facebook, hatte sich die Stimmung zuletzt aufgeheizt. Kritiker plädieren zunehmend für eine stärkere Regulierung des sozialen Netzwerks.

6 – Wirtschaftsminister Altmaier legt Wirtschaftsbericht vor

Für den Jahreswirtschaftsbericht 2020 der Bundesregierung wird eine leichte Aufhellung der Konjunktur erwartet. Grund sind neue Klarheiten beim Brexit und die jüngsten Entschärfungen im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Außerdem wird der Wirtschaftsminister auch sein neues Kohleausstiegsgesetz vorstellen. Dieses regelt zum einen den zwischen Bund und Ländern vereinbarten Abschaltungsfahrplan für die deutschen Braunkohle-Kraftwerke. Zum anderen sind auch die bereits länger feststehenden Regelungen für den Ausstieg aus der Steinkohle bis 2038 Teil des Entwurfs.

7 – Fed entscheidet über Geldpolitik

Der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wird um 20 Uhr bekanntgegeben. Analysten rechneten mehrheitlich damit, dass die Zentralbank den Leitzins für die größte Volkswirtschaft der Welt angesichts von robustem Wirtschaftswachstum und einer niedrigen Arbeitslosenquote im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen dürfte. Allerdings könnte die Fed Hinweise auf den weiteren Kurs geben und sich zu ihrer neuen Strategie äußern.

Termine Unternehmen am 29. Januar

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Emmi, Umsatz 2019
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Novartis, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Rieter, Umsatz 2019
  • 07:00 Uhr, Spanien: Santander, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Siltronic, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Software, Jahreszahlen (Call 9.30 h)
  • 07:30 Uhr, Niederlande: KPN, Jahreszahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Comdirect, Jahreszahlen (Bilanz-Pk 10.00 h)
  • 08:00 Uhr, Irland: Wizz Air, Q3-Zahlen
  • 09:15 Uhr, Deutschland: Verkündungstermin im Schadenersatzprozess zwischen Prevent TWB und VW vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Robert Bosch GmbH, Jahreszahlen
  • 12:00 Uhr, USA: Dow, Q4-Zahlen
  • 12:20 Uhr, USA: General Electric, Q4-Zahlen
  • 12:50 Uhr, USA: AT&T, Q4-Zahlen
  • 13:00 Uhr, USA: Nasdaq, Q4-Zahlen
  • 13:30 Uhr, USA: Boeing, Q4-Zahlen
  • 14:00 Uhr, USA: McDonald's, Q4-Zahlen
  • 14:00 Uhr, USA: Norfolk Southern, Q4-Zahlen
  • 22:02 Uhr, USA: Microsoft, Q2-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Mondelez International, Q4-Zahlen
  • 22:30 Uhr, USA: Facebook, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, Schweden: SEB, Jahreszahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Stanley Black & Decker, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Corning, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Mastercard, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: General Dynamics, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Lam Research, Q2-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Align Technology, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Tesla, Q4-Zahlen

Termine Konjunktur am 29. Januar

  • 08:00 Uhr, Deutschland: Destatis: Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit dem Vereinigten Königreich, Jahre 2014-2017
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Außenhandelspreise 12/19
  • 08:00 Uhr, Deutschland: GfK Verbrauchervertrauen 01/20
  • 15:00 Uhr, Brüssel: EU-Parlament will Brexit-Abkommen ratifizieren
  • 20:00 Uhr, USA: Fed, Zinsentscheid
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