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Börse am 31. JanuarFünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Anleger in den USA und Japan greifen trotz des Coronavirus auf dem Aktienmarkt zu. Auch der Dax dürfte am Freitag mit Gewinnen in den Handel starten.Stefan Schneider 31.01.2020 - 06:44 Uhr

Blick auf die Anzeige an der Frankfurter Börse.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Coronavirus den internationalen Notstand ausgerufen. Anleger in den USA und Japan griffen trotzdem auf dem Aktienmarkt zu. Denn gleichzeitig betonte die WHO, dass keine Reise- und Handelsbeschränkungen nötig seien.

Auch der Dax dürfte am Freitag mit Gewinnen in den Handel starten. Auf außerbörslichen Handelsplattformen liegt der deutsche Leitindex derzeit mehr als 0,5 Prozent im Plus. Am Donnerstag hatte der Dax die Gewinne der beiden vergangenen Tage wieder abgegeben und 1,4 Prozent im Minus bei 13.157 Punkten geschlossen.

18 Länder haben mittlerweile Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. In China stieg die Zahl der Toten und Neuinfektionen zuletzt drastisch: Binnen 24 Stunden starben 43 weitere Menschen am Virus und damit bisher 213, 9692 Fälle sind inzwischen bestätigt.

Mit fast 10.000 Fällen weltweit zählt der Ausbruch der „akuten Atemwegserkrankung“, wie sie offiziell genannt wird, schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die ebenfalls von China ausgegangene Sars-Pandemie mit - laut WHO - 8096 Infektionen. Durch das „Schwere Akute Atemwegssyndrom“ (Sars) 2002/2003 starben 774 Menschen. Der neue „2019-nCoV“-Erreger ist eine Variante des damaligen Sars-Virus. Vermutlich stammt er auch von Wildtieren.

Mit Blick auf die Sars-Epidemie aus dem Jahr 2003 wies der Ökonom Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank darauf hin, dass die Weltwirtschaft heute erheblich abhängiger von China sei als seinerzeit. Der Anteil Chinas an der globalen Wertschöpfung habe sich seit 2003 in etwa vervierfacht.

1 – Vorgaben aus den USA

Die US-Aktienindizes haben am Donnerstag im späten Handel ihre Verluste in Gewinne umgewandelt. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 28 859 Punkten, nachdem er über weite Strecken des Handels rund ein halbes Prozent im Minus notiert hatte. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 3284 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,4 Prozent auf 9136 Punkte.

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2 – Vorgaben aus Asien

Anleger haben sich am Freitag an der Börse in Tokio mit Aktien eingedeckt. Gegen Mittag tendierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent höher bei 23.268 Punkten. Auf Wochensicht notierte er aber immer noch mehr als zwei Prozent schwächer. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1690 Punkten.

Für Kauflaune sorgten zum Wochenschluss eine Reihe positiv aufgenommener Geschäftsberichte. Fujitsu etwa schoss um zwölf Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit 18 Jahren, nachdem der Konzern seine Gewinn- und Dividendenprognosen erhöhte und ein Aktienrückkaufprogramm ankündigte.

3 – Inflation im Euro-Raum

Die Statistikbehörde der EU die vorläufigen Zahlen zur Inflation im Januar vor. Experten erwarten im Schnitt, dass die Preise um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Der letzte Wert zuvor lag bei 1,3 Prozent.

Für die sogenannte Kerninflation liegen die Erwartungen für Januar bei 1,2 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem im Dezember 1,3 Prozent gemessen wurden. Bei der Kerninflation werden die stärker schwankenden Preise für Nahrungsmittel und Energie nicht berücksichtigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) schaut gern auf die Kerninflation, weil darin der längerfristige Trend besser zum Ausdruck kommt. Ihr erklärtes Ziel ist, eine Inflation von knapp zwei Prozent zu erreichen, was ihr aber seit längerer Zeit nicht gelungen ist. Die niedrige Inflation wird sie in ihrer expansiven Geldpolitik bestätigen.

4 Hauptversammlung bei Thyssen-Krupp

Die neue Chefin von Thyssen-Krupp, Martina Merz, muss am Freitag vor den Aktionären ihren Sanierungskurs für den angeschlagenen Stahl- und Industriekonzern erklären. Merz spricht erstmals als Vorstandsvorsitzende auf der Hauptversammlung in Bochum. Sie hat das Ruder bei Thyssen-Krupp erst im Oktober vergangenen Jahres übernommen, nachdem sich der Traditionskonzern kurzfristig vom Vorstandsvorsitzenden Guido Kerkhoff getrennt hatte. Thyssen-Krupp steckt seit langem in der Krise und hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem hohen Verlust abgeschlossen.

Merz will den von ihren Vorgängern eingeleiteten Konzernumbau konsequenter als bisher vorantreiben. Unter anderem sollen rund 6.000 Stellen gestrichen werden. Die Aktionäre sollen keine Dividende erhalten. Geld in die leeren Kassen soll ein Verkauf oder Börsengang der profitablen Aufzugssparte bringen. Eine Entscheidung darüber soll bis Ende Februar fallen. Zu den Bietern gehört der finnische Aufzugsbauer Kone.

5 Mitsubishi Motors legt Zahlen vor

Der japanische Autohersteller veröffentlicht Zahlen für das dritte Quartal seines bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahres. In Deutschland geriet das Unternehmen zuletzt in die Negativschlagzeilen, weil wegen des Verdachts auf illegale Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren Geschäftsräume durchsucht wurden. Mitsubishi weist diesen Verdacht zurück. Kein von Mitsubishi gebauter Motor habe eine solche Einrichtung. Auch habe Mitsubishi keine Anhaltspunkte dafür, dass ein solcher Verdacht des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) stichhaltig sein könnte.


Termine Unternehmen am 31. Januar

  • 07:00 Uhr Niederlande: Signify, Q4-Zahlen
  • 07:20 Uhr Spanien: BBVA, Q4-Zahlen
  • 08:00 Schweden: Electrolux, Jahreszahlen
  • 10:00 Deutschland: Thyssen-Krupp, Hauptversammlung in Bochum
  • 10:00 Deutschland: Verbio, Hauptversammlung in Leipzig
  • 10:30 Deutschland: Handelsverband Deutschland (HDE), Jahres-Pk,
  • 12:30 USA: Caterpillar, Q4-Zahlen
  • 12:30 USA: Exxon Mobil, Q4-Zahlen
  • 14:30 USA: Chevron, Q4-Zahlen
  • 18:00 EUR: Bankenaufsicht EBA gibt formalen Startschuss für diesjährigen Banken-Stresstests

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe am 31. Januar

  • Spanien: CaixaBank, Jahreszahlen
  • Japan: Mitsubishi Motors, Q3-Zahlen
  • USA: Weyerhaeuser, Q4-Zahlen
  • USA: IDEXX Laboratories, Q4-Zahlen
  • USA: Colgate-Palmolive, Q4-Zahlen

Termine Konjunktur am 31. Januar

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Deutschland
Thyssen-Krupp
Dax
EZB
Japan
  • 07:30 Uhr Frankreich: BIP Q4/19 (1. Veröffentlichung)
  • 08:00 Uhr Deutschland: Einzelhandelsumsatz 12/19 und Jahr 2019
  • 08:45 Uhr Frankreich: Verbraucherpreise 01/20 (vorläufig)
  • 09:00 Uhr Spanien: Verbraucherpreise 01/20 (vorläufig)
  • 11:00 Euro-Zone: BIP Q4/19 (1. Veröffentlichung)
  • 11:00 Euro-Zone: Verbraucherpreise 01/20 (vorläufig)
  • 14.30 Uhr USA: Arbeitskosten Q4/19
  • 14:30 Uhr USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 12/19
  • 15:45 Uhr USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 01/20
  • 16:00 Uhr USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 01/20 (2. Umfrage)
  • 00:00 Uhr Großbritanninen: Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union
  • EUR: Moody's Ratingergebnis Deutschland, Moldawien
  • EUR: S&P Ratingergebnis Türkei
  • EUR: Fitch Ratingergebnis Litauen

Sonstige Termine

  • 12:00 Uhr Deutschland: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
  • 24:00 Uhr Europa: Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

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