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Petrus AdvisersAareal-Aufsichtsrat weist Rücktrittsforderung von Großaktionär zurück

Der Finanzinvestor Petrus Advisers fordert eine Neubesetzung im Aufsichtsrat der Bank. Die Chefkontrolleurin lehnt das ab, für eine Amtsniederlegung gebe es keinerlei Gründe. 08.04.2021 - 12:20 Uhr Artikel anhören

Der Großaktionär Petrus Advisers hatte seine Anteile letzte Woche auf 9,8 Prozent erhöht.

Foto: dpa

Wiesbaden, Frankfurt. Die Chefkontrolleurin der Aareal Bank, Marija Korsch, weist Forderungen des Hedgefonds Petrus Advisers nach ihrem und dem Rücktritt zweier weiterer Aufsichtsratsmitglieder zurück. Die Aufseher hätten ihre Mandate für eine bestimmte Amtszeit und nicht auf Widerruf erhalten, erklärte Korsch am Donnerstag. Der Aufsichtsrat sei voll besetzt, und die Amtszeit sämtlicher Mitglieder laufe. „Es gibt weder rechtliche noch sonstige Gründe für eine Amtsniederlegung“, betonte die 72-jährige Amerikanerin.

Die Einladung zur Hauptversammlung am 18. Mai enthalte daher keine Wahlvorschläge der Verwaltung für den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat habe dem Hedgefonds die Ablehnung der Forderungen auch in einem Brief mitgeteilt, sagte ein Sprecher.

Marija Korsch wurde 2013 erstmals durch die Hauptversammlung bestellt und 2018 mit 99,39 Prozent der Stimmen bestätigt. Ihre Amtszeit läuft bis 2023. Korsch ist seit längerem im Visier des Finanzinvestors.

Zuletzt hatte Petrus-Partner Till Hufnagel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, der Aufsichtsratsvorsitzende sollte ein Teamplayer sein, der mit den anderen Gremiumsmitgliedern und den wichtigen Investoren zusammenarbeite. „Das sehen wir bei Frau Korsch eher nicht“, sagte Hufnagel. Man habe daher drei neue Mitglieder für das Gremium vorgeschlagen, die geeignet seien, die weitere Strategie der Aareal Bank voranzutreiben.

Der Immobilienfinanzierer erklärte dazu, vor der Hauptversammlung 2020 habe eine ausführliche Diskussion mit sämtlichen wesentlichen Investoren, darunter auch Petrus Advisers, sowie Stimmrechtsberatern unter anderem über das Kompetenzprofil, die personelle Besetzung und die Amtszeiten des Aufsichtsrats stattgefunden. Das Ergebnis sei unter anderem eine Verkürzung der Amtszeiten sowie eine Neubesetzung im Sinne eines „board refreshment“ gewesen, was damals große Unterstützung durch die Anteilseigner bei der Hauptversammlung erhalten habe. Die erst im vergangenen Jahr gewählten und nun zum Rücktritt aufgeforderten Gremiumsmitglieder hätten damals ebenfalls je mehr als 99 Prozent der Stimmen bekommen.

Petrus Advisers drängt seit Jahren auf Änderungen

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Petrus Advisers hatte seinen Anteil unlängst auf 9,8 Prozent erhöht. Bereits Ende November hatte der Hedgefonds den Ton im Streit mit der Aareal Bank verschärft: In einem Brief, der Reuters vorlag, griff damals schon Petrus-Advisers-Chef Klaus Umek Chefkontrolleurin Korsch an und verlangte ihren Rücktritt. Der Finanzinvestor mit Sitz in London dringt auch auf eine Verkleinerung des Vorstands und die Suche nach einen Nachfolger für den erkrankten Vorstandschef Hermann Merkens. Zu diesen Themen äußerte sich die Aareal Bank am Donnerstag nicht. 

Der Hedgefonds Petrus drängt seit mehr als einem Jahr auf Änderungen bei dem SDax-Unternehmen. So forderte er die Abspaltung der IT-Tochter Aareon. Aareal verkaufte zumindest einen Minderheitsanteil an Aareon.

dpa, rtr
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