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Börse am 13. FebruarSieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Nach dem zweiten Rekordhoch in Folge könnte der Dax auch am Donnerstag ungeahnte Höhen erreichen. Im Blickpunkt stehen diverse Unternehmenszahlen.Tom Körkemeier 13.02.2020 - 06:57 Uhr

Blick auf die Anzeige an der Frankfurter Börse.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Berichtssaison steuert auf ihren Höhepunkt zu und könnte der Rekordjagd an den Börsen weiteren Auftrieb gegeben. Allein am Donnerstag sind unter anderem mit der Commerzbank, Credit Suisse, Thyssen-Krupp, Airbus, Linde und Nestle zahlreiche Firmen aus verschiedenen Sektoren vertreten, die ihre Bilanzen präsentieren.

Gute Firmenergebnisse könnten dem Dax zu ungeahnten Höhen verhelfen, der bereits wegen des Anlagenotstands sowie die Hoffnung auf eine weitere Verbesserung der konjunkturellen Lage kräftig zugelegt hat. Schon am Mittwoch markierte er den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch, das nun bei 13.759 Punkten steht. Der deutsche Leitindex schloss dann 0,9 Prozent fester bei 13.750 Punkten.

Sorgen macht nach wie vor das Coronavirus: Aus Angst vor Ansteckungen wurde der Mobile World Congress, die weltgrößte Mobilfunkmesse in Barcelona, abgesagt. In China stieg derweil die Zahl der Infizierten sprunghaft an. Donnerstagfrüh notierte der Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen vorbörslich kaum verändert.

1 – Vorgabe aus den USA

Hoffnungen auf eine rasche Konjunkturerholung nach dem Dämpfer durch den Coronavirus-Ausbruch haben der Wall Street am Mittwoch erneut Auftrieb gegeben. Alle drei Marktbarometer – Dow, Nasdaq und S&P – markierten neue Bestmarken. Die Prognosen für die Beeinträchtigung der chinesischen Wirtschaft durch den Ausbruch des Erregers gingen zwar weit auseinander, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. „Aber es herrscht Optimismus, dass der Einfluss auf die US-Konjunktur minimal bleiben wird.“ Sollte die Zahl der Neuinfektionen weiter fallen, werde sich diese Einschätzung verfestigen.

Der Dow Jones-Index schloss 0,9 Prozent höher auf 29.551 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,9 Prozent auf 9725 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 3379 Punkte zu.

2 – Handel in Asien

Die asiatischen Aktienmärkte sind nach der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen zum Coronavirus in China am Donnerstag ins Wanken geraten. Die chinesische Provinz Hubei, in der das Virus vermutlich ihren Ursprung hat, meldete 242 neue Todesfälle – doppelt so viele wie am Vortag – und bestätigte am 12. Februar 14.840 neue Infektionen. Ursache für den sprunghaften Anstieg sei nach Aussagen der chinesischen Gesundheitskommission ein verbesserter Nachweis der Lungenkrankheit durch Computertomographie. Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.835 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1714 Punkten. Die Börse in Schanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um ein Prozent.

3 – Commerzbank legt Jahreszahlen vor

Nach Einschätzung von Analysten ist der Gewinn von Deutschlands zweitgrößter Privatbank im vergangenen Jahr um gut 30 Prozent auf 586 Millionen Euro eingebrochen – unter anderem, weil das Frankfurter Finanzinstitut mehr Geld für ausfallgefährdete Kredite zurücklegen musste. Im laufenden Jahr erwarten Experten einen weiteren Gewinnrückgang.

Spannend wird darüber hinaus sein, was Vorstandschef Martin Zielke auf der Bilanzpressekonferenz zur Kritik der EZB an den Renditezielen des Instituts sowie zum geplanten Verkauf der polnischen Tochter M-Bank sagt.

4 – Quartalszahlen von Thyssen-Krupp

Am Donnerstag legt Thyssen-Krupp seine Ergebnisse für das erste Quartal im laufenden Geschäftsjahr vor. Beobachter rechnen mit weiteren Verlusten, nachdem der Ruhrkonzern das vergangene Jahr mit einem dicken Minus abgeschlossen hatte. Der Strukturwandel in der Autoindustrie und die lahmende Industriekonjunktur machen Thyssen-Krupp derzeit zu schaffen. Einziger Lichtblick ist bislang der geplante Verkauf der Aufzugsparte, der einen zweistelligen Milliardenbetrag in die Kasse spülen könnte.

5 – Real-Verkauf steht bei der Metro im Blickpunkt

Der Handelskonzern legt am Morgen die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vor. Bereits bekannt ist, dass der Großhandelskonzern im wichtigen Weihnachtsgeschäft den flächenbereinigten Umsatz leicht gesteigert hat. Die Investoren werden aber vor allem auf Aussagen von Vorstandschef Olaf Koch zum Verkauf der Supermarktkette Real warten. Denn der Deal mit einem Bieterkonsortium bringt der Metro nur einen Nettomittelzufluss von 300 Millionen Euro, deutlich weniger als erwartet.

6 - Airbus legt Geschäftszahlen vor

Der europäische Flugzeugbauer berichtet am Vormittag, wie das vergangene Jahr für ihn gelaufen ist. Klar ist, dass Airbus 2019 den Rivalen Boeing klar überflügelt hat, der an den Folgen der 737-Max-Krise leidet. In der Bilanz dürfte sich aber die Einigung mit britischen, französischen und US-Behörden im Korruptionsskandal bemerkbar machen. Airbus hatte angekündigt, für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt 3,6 Milliarden Euro Rückstellungen für Geldstrafen zu bilden.

7 - Linde gibt Jahresbilanz bekannt

Vorstandschef Steve Angel legt am Donnerstagnachmittag erstmals die Zahlen des fusionierten Industriegasekonzerns am neuen Sitz in Pullach vor. Im November hatte Angel das Gewinnziel des Dax-Unternehmens angehoben: Das Ergebnis je Aktie werde 2019 zwischen 7,25 und 7,30 Dollar liegen. Das wären immerhin 17 bis 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der französische Linde-Rivale Air Liquide hat im vergangenen Jahr unter anderem wegen eines Sparprogramms deutlich mehr verdient als zuvor.

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Termine Unternehmen am 13. Februar

06:30 NLD: Airbus Group, Jahreszahlen

06:45 CHE: Zurich Insurance Group, Jahreszahlen

07:00 DEU: Commerzbank, Jahreszahlen (10.30 h Bilanz-Pk)

07:00 DEU: Thyssenkrupp, Q1-Zahlen 9.00 Call)

07:00 DEU: Aurubis, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 01/20

07:00 BEL: KBC Group, Jahreszahlen

07:00 CHE: Clariant, Jahreszahlen

07:00 CHE: Credit Suisse, Jahreszahlen

07:00 FRA: Capgemini, Jahreszahlen

07:00 NLD: DSM, Jahreszahlen

07:15 CHE: Nestle, Jahreszahlen

07:30 DEU: Bilfinger, Jahreszahlen und Capital Markets Day (Pk 10.00 h)

07:30 DEU: RIB Software, Jahreszahlen

07:30 DEU: Metro, Q1-Zahlen (endgültig) (Call 10.00 h)

07:30 NLD: Aegon, Jahreszahlen

07:30 FRA: Pernod Ricard, Halbjahreszahlen

07:30 FRA: Orange, Jahreszahlen

08:00 CHE: Coca-Cola HBC AG, Jahreszahlen

08:00 GBR: Coca-Cola Hellenic, Jahreszahlen

08:00 GBR: Relx, Jahreszahlen

08:00 GBR: Barclays, Jahreszahlen

12:00 DEU: Linde, Q4-Zahlen (Pk 14.30 h)

12:00 USA: Pepsico, Q4-Zahlen

13:00 USA: American International Group, Q4-Zahlen

13:00 CHN: Alibaba, Q3-Zahlen

14:00 DEU: Bayer - Crop Science R&D Pipeline Update, Investoren-Call

17:45 FRA: Vivendi, Jahreszahlen

22:05 USA: Mattel, Q4-Zahlen

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Termine Unternehmen am 13. Februar (ohne Uhrzeit)

CHE: Temenos, Capital Markets Day (09.00 bis 15.00 Uhr), London

FRA: Rexel, Jahreszahlen

FRA: Legrand, Jahreszahlen

NLD: Takeway.com, Jahreszahlen

GBR: Centrica, Jahreszahlen

USA: Kraft Heinz, Q4-Zahlen

USA: Nvidia, Q4-Zahlen

USA: Liberty Global, Q4-Zahlen

USA: Expedia, Q4-Zahlen

Termine Konjunktur am 13. Februar

00:50 JPN: Erzeugerpreise 01/20

07:30 FRA: Arbeitslosenquote Q4/19

08:00 DEU: Verbraucherpreise 01/20 (endgültig)

08:00 DEU: Insolvenzen 11/19

14:30 USA: Verbraucherpreise 01/20

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Realeinkommen 01/20

Sonstige Termine

10:30 DEU: Pk Ratingagentur Assekurata zu Überschussbeteiligungen und Garantien bei Lebensversicherungen 2020, Köln

11:00 DEU: Jahres-Pk Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), Frankfurt

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Thyssen-Krupp
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Linde
Commerzbank

14:00 DEU: Pk zur Studie des DIW zum Kohleausstieg u.a. mit dem Vorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Olaf Brandt

17:00 DEU: Diskussionsveranstaltung Bankenverband BdB: "Negativzinsen - geldpolitisches Kriseninstrument oder neue Normalität?", Frankfurt

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