JEFTA-Abkommen

JEFTA-Abkommen

Das Freihandelsabkommen EU-Japan (kurz EPA oder JEFTA) ist ein Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan. Das Abkommen ist das bisher größte bilaterale Handelsabkommen der EU. Es wurde von 2013 bis 2017 verhandelt, am 17. Juli 2018 beim EU-Japan Gipfeltreffen in Tokio von beiden Seiten unterzeichnet und ist am 1. Februar 2019 in Kraft getreten.

Durch das Abkommen sollen 99 Prozent der bestehenden Zölle zwischen der EU und Japan wegfallen. Zudem fallen auch andere Regulierungen weg, sodass europäische Unternehmen zum Beispiel ohne zusätzliche Prüfungen, Zertifizierungen oder Kennzeichnungen in Japan verkaufen dürfen. Besonders Konzerne der Pharma- und Medizinbranche, landwirtschaftliche Lebensmittel, Fahrzeuge und Transportausrüster sollen von JEFTA profitieren. Für Verbraucher auf beiden Seiten bedeutet das Abkommen günstigere Preise zahlreicher importierter Waren.

Japan ist für die EU nach China der zweitgrößte Handelspartner in Asien. Im Jahr 2016 gingen 3,3 Prozent aller europäischen Exporte nach Japan, Waren im Gesamtwert von 58,1 Millionen Euro. Japan exportierte im gleich Jahr 3,9 Prozent aller Waren in die EU.