Milliardärsfamilie Reimann

Milliardärsfamilie Reimann

Die Unternehmerfamilie Reimann aus der Umgebung von Mannheim und Heidelberg ist eine der wohlhabendsten Familien Deutschlands. Das Vermögen hat seinen Ursprung im Chemieunternehmen Joh. A. Benckiser GmbH. Nahmhafte Erfindungen in den 1950er Jahren verhalfen dem Unternehmen zum Aufstieg, dazu gehören der Wasserenthärter Calgon, in den 1960er Jahren das Spülmittel Calgonit, sowie das Zahnersatz-Pflegemittel Kukident. Die Familie Reimann zählt heute zu den reichsten Unternehmerfamilien Deutschlands mit einem geschätzten Vermögen von rund 15 Milliarden Euro.

Die heutige JAB Holding, in die Benckiser 2012 umgewandelt wurde, hat ihren Hauptsitz in Luxemburg. Zur Holding gehören unter anderem ein Anteil von 0,7 Prozent an Reckitt Benckiser, eine Beteiligung von 51 Prozent am Parfümhaus Coty und 51 Prozent des Kaffeeherstellers Jacobs Douwe Egberts. Aktionäre der JAB sind Renate Reimann-Haas, Wolfgang Reimann sowie deren Cousins Matthias Reimann-Andersen und Stefan Reimann-Andersen.

In jüngster Zeit wurden Verstrickungen der Familie und des Unternehmens mit dem NS-Regime bekannt: Historiker der Universitäten München und Bielefeld bestätigten die Verbindungen der Familie zum nationalsozialistischen Regime: Albert Reimann und sein gleichnamiger Sohn – die beiden Benckiser-Geschäftsführer der ersten und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – waren offene Unterstützer Hitlers, ihr Unternehmen galt schon vor der Machtergreifung als NS-Musterbetrieb. In Werken und in der Privatvilla der Reimanns in Ludwigshafen sei es zudem zu Gewalt und Missbrauch an Zwangsarbeitern gekommen.

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